Themen zur Tierernährung
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Tabelle 11:
Von Versandschlachtereien und Fleischwarenfabriken geschlachtete Schweine in Deutschland in den Jahren 1995 und 1999
(Quelle: ZMP-Bilanz: Vieh und Fleisch 2000, S. 113)

Bundesland
1995
1999
Veränderung (%)
Schleswig-Holstein
Niedersachsen und Bremen
Nordrhein-Westfalen
Hessen
Rheinland-Pfalz
Baden-Württemberg
Bayern
1.107.680
8.502.506
9.285.661
485.096
752.285
1.617.244
2.794.107
1.224.021
9.866.223
12.419.653
615.945
847.852
1.703.875
2.812.067
+ 10,5
+ 16,0
+ 33,8
+ 27,0
+ 12,7
+ 5,4
+ 0,6
Alte Bundesländer
24.642.679
29.489.636
+ 19,7
Brandenburg
Mecklenburg-Vorpommern
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
1.148.206
362.310
602.559
1.627.918
1.055.574
1.081.942
585.632
808.554
1.845.410
1.264.997
- 5,8
+ 61,6
+ 34,2
+ 13,4
+ 19,8
Neue Bundesländer
4.796.567
5.586.535
+ 16,5
Deutschland gesamt
29.439.246
35.076.171
+ 19,1

Während die dänischen Vermarkter zu einer nahezu vollständigen Dokumentation der Herkunft in der Lage sind und in den Niederlanden nahezu 60 % des den internationalen Markt erreichenden Schweinefleisches aus geschlossenen Produktionssystemen stammt, dürften in Nordwestdeutschland bislang weniger als 20 % des Fleisches aus vergleichbaren Systemen kommen, in Süddeutschland liegt der Wert sicherlich unter 10 %. Dies ist auch eine Ursache dafür, dass die Fleischwarenindustrie in Nordwestdeutschland sich zunehmend den Anbietern in den beiden genannten Staaten und Belgien zugewandt hat. Wollen die Schweinehalter und die Schlacht- und Zerlegebetriebe in Nordwestdeutschland, die ebenso wie die Dänen und Niederländer auf den Absatz eines Großteils der Produkte außerhalb ihrer Einzugsgebiete angewiesen sind, in Niedersachsen lag im Jahre 1999 der Selbstversorgungsgrad für Schweinefleisch bei 203 % in Weser-Ems weit über 300 %, nicht weitere Marktanteile verlieren, werden sie kurzfristig reagieren müssen. Es muss den Produzenten noch stärker als bisher bewusst werden, dass sie schon bald nicht mehr mit einzelnen Schweinehaltern bzw. Schlacht- und Zerlegebetrieben in anderen Produktionsgebieten konkurrieren werden, sondern mit geschlossenen Produktionssystemen, die sich auf bestimmte Marktsegmente konzentriert haben und hier äußerst leistungsfähig sind.

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