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Eine weitere Beschränkung könnte auch von den Ergebnissen einer groß angelegten Studie ausgehen, die mit Unterstützung der EU und des Landes Niedersachsen durchgeführt wird. Sie hat das Ziel, mögliche Zusammenhänge zwischen der Abluft aus großen Tierhaltungsanlagen und Atemwegserkrankungen beim Menschen aufzudecken. Sollte die Studie zu dem Ergebnis führen, dass solche Abhängigkeiten bestehen, wird eine Reduzierung der vorhandenen Viehdichte unabwendbar sein. Die zweite große Herausforderung, der sich die Schweinehalter sowie die Schlacht- und Zerlegebetriebe gegenübersehen, ist im Aufbau geschlossener Produktionssysteme zu sehen, die eine lückenlose Dokumentation der Herkunft des tierischen Nahrungsmittels zulassen, das den Konsumenten erreicht. Die Notwendigkeit für solche Systeme ist bereits ausführlich begründet worden, es stellt sich allein die Frage, ob die Region hinreichend schnell reagieren kann, um nicht weitere Marktanteile zu verlieren. Bis vor wenigen Wochen gab es in Nordwestdeutschland keine koordinierte Strategie, die über die Initiativen einzelner Unternehmen hinausging. Hier hat sich die Situation in Verbindung mit den Überlegungen zur Ausweisung eines Qualitätssiegels geändert. Es soll nun versucht werden, ein systemübergreifendes Qualitätssiegel für konventionelle Produktionsformen zu entwickeln. An der Vorbereitung sind die CMA, die Landwirtschaftskammern Weser-Ems und Westfalen sowie einige Verbände beteiligt. Auch die im Rahmen des sogenannten IFP-Projektes (integrierte Fleischproduktion) entwickelte Software zur Dokumentation soll einbezogen werden. Wenn man berücksichtigt,
dass der Nordwesten Deutschlands mit seinen 23,5 Mio. Schweineschlachtungen
konkurrieren muss mit den 22,5 Mio. Schlachtungen in Dänemark und
den 23,5 Mio. in den Niederlanden, wird die Notwendigkeit einer abgestimmten
Reaktion deutlich (vgl. Tabelle 11).
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