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1. Einleitung:
Das Problemfeld
Die deutschen
Veredlungsbetriebe und die Ernährungswirtschaft sehen sich
gegenwärtig Herausforderungen gegenüber, deren Bewältigung
sich ausgesprochen schwierig gestaltet. Zum einen sind es externe
Faktoren, die eher in Richtung Vergrößerung der Bestände
und Senkung der Stückkosten weisen, zum anderen veränderte
agrarpolitische Rahmenbedingungen in Deutschland, die genau das
Gegenteil zum Inhalt haben. Globalisierung der Märkte auf
der einen und Agrarwende auf der anderen Seite lassen sich ausgesprochen
schwer in Einklang bringen. Hinzu kommen Probleme in den Zentren
der Veredlungswirtschaft im Hinblick auf die umweltverträgliche
Verwertung der tierischen Exkremente sowie seuchenhygienische
Probleme. Zunehmend wird auch erkennbar, dass kommunale Gebietskörperschaften
in den Hochverdichtungsräumen der Nutztierhaltung nicht mehr
bereit sind, weitere Stallbauten zuzulassen. In kurzgefasster
Form lassen sich die Herausforderungen in folgender Weise zusammenfassen:
- Globalisierung
der Märkte
- Osterweiterung
der EU
- Veränderung
der agrarpolitischen Rahmenbedingungen
- Wachsende
Bedeutung der Aspekte Produktqualität und Produktsicherheit
- Neue Richtlinien
zur Nutztierhaltung und zum Umweltschutz
- Seuchenhygienische
und ökologische Probleme in den Zentren der Nutztierhaltung
- Widerstände
gegen die Errichtung großer Stallanlagen in kommunalen
Gebietskörperschaften.
Am Beispiel
der Schweineproduktion in Nordwestdeutschland sollen die genannten
Problemfelder behandelt werden. Dabei wird es notwendig sein,
sie in größere Zusammenhänge einzuordnen, weil
nur so zutreffende Aussagen über die zukünftige Entwicklung
möglich sind.
Betrachtet
man die Entwicklung der Schweinehaltung, der Organisationsformen
der Produktion und des Handels mit Schweinefleisch im zurückliegenden
Jahrzehnt, dann schälen sich einige Trends deutlich heraus:
- "
Die Schwerpunkträume der Produktion in Nordamerika, Europa
und Asien haben ihre Position festigen können; China nimmt
inzwischen eine dominierende Position in der Produktion ein.
- "
Der Welthandel mit Schweinefleisch wird auch gegenwärtig
noch eindeutig von Europa und Nordamerika bestimmt.
- "
Geschlossene Produktionssysteme, die alle Schritte von der Zucht
bis zum marktfertigen Produkt umfassen, dürften die Organisationsform
der Zukunft sein.
- "
Produktsicherheit, Dokumentation der Herkunft, Einhaltung der
Richtlinien des Tierschutzes und Wahrung der Umweltverträglichkeit
in allen Produktionsschritten sind die Herausforderungen, denen
sich die zukünftigen Produzenten von Schweinefleisch stellen
müssen, wenn sie sich auf nationalen und internationalen
Märkten behaupten wollen.
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