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Fachgespräch bei der Deutschen Vilomix in Neuenkirchen-Vörden
vom 25.11.2004
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Geschäftsführer der Deutschen Vilomix, Dr. Karl-Heinz König
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Neuenkirchen (ssj) - Färsen sollten mit zwölf bis dreizehn Monaten die
Zuchtreife erreicht haben und im Alter von 22 bis 23 Monaten das erste
Mal kalben, so Heinz-Conrad Derboven, Rinderzüchter aus Warpe. Er
sprach am Donnerstag auf dem Fachgespräch der Deutschen Vilomix zum
Thema " Einfluss der Kälber- und Rinderaufzucht auf Erstlaktation
und Lebensleistung von Hochleistungskühen" .
Bei Färsenaufzuchtkosten von etwa 1,40 Euro pro Tag sei ein
Erstkalbealter von zurzeit durchschnittlich 30 Monaten viel zu teuer.
Die jüngeren Färsen hätten zudem weniger Totgeburten.
Derboven empfahl, Färsen mit einer zu hohen Einsatzleistung aus der
Herde zu nehmen, da sie nicht leistungsgerecht gefüttert werden und
schneller Probleme mit der Fruchtbarkeit und dem Stoffwechsel haben
könnten. Tiere mit einer niedrigeren Leistung in der ersten Laktation
könnten im Laufe ihres Lebens ihre Leistung noch ohne Probleme
steigern.
Bei unzureichender oder unsachgemäßer Reinigung von
Flüssigfütterungsanlagen verbleiben verdorbene Futterreste zum Teil
über Jahre in der Anlage, erklärte Prof. Dr. Matthias Nagel von der
Hochschule Bremerhaven. Eine regelmäßige und gründliche Reinigung sei
daher unerlässlich. Zur Unterdrückung von Enterobakterien, die für
Futterverderb verantwortlich seien, solle der pH-Wert von
Flüssigfutter zwischen 4,2 und 4,8 liegen.
Die Milchsäurebakterien, die am häufigsten im Flüssigfutter gefunden
würden und im allgemeinen als erwünscht gälten, verbrauchten aber auch
Nährstoffe aus dem Futter, was nicht nur zur Folge habe, dass der
Energiegehalt des Futters sänke.
Sie könnten auch unerwünschte Stoffwechselprodukte wie biogene Amine
bilden, die die Futteraufnahme und die Gesundheit der Schweine
beeinträchtigen. Hefen seien in Flüssigfutteranlagen nur ein Problem,
wenn sie mit Futterkomponenten eingetragen würden. Nagel empfahl,
zugekaufte Komponenten wie Molke auf eine Hefebelastung genau zu
kontrollieren.
" Wenn die Fettreserven nicht ausreichen, ist die Lebensleistung
einer Sau vermindert" , lautete das Fazit von Prof. Dr. Ute
Schnurrbusch von der Tierklinik Leipzig. Sie sprach über den Einfluss
von Körperfett auf die Fruchtbarkeitsleistung von Sauen.
Vier Würfe oder mehr ließen sich besser mit Tieren erzielen, die eine
Rückenspeckdicke von über 20 Millimetern hätten, so die Expertin.
Zuvor hatte sie erläutert, dass das Körperfett nicht nur eine
Energiereserve ist, sondern auch die Fruchtbarkeit unmittelbar
beeinflusst. Die Erstbelegung von Jungsauen sollte nicht zu spät
erfolgen, denn die Leistung der Tiere werde nicht mit zunehmendem
Alter besser, gab Dr. Schnurrbusch ihren Zuhörern mit auf den Weg.
Mäster, die ihre Schlachtschweine nach dem neuen AutoFOM
klassifizieren lassen, sollten darauf achten, dass ihre weiblichen
Schweine mit etwas weniger Schlachtgewicht zur Schlachtung kommen als
die männliche Tiere, erklärte Dr. Albert Hortmann-Scholten > von der
Landwirtschaftskammer Weser-Ems in Oldenburg. Ein ausgeklügeltes
Fütterungsmanagement werde in Zukunft noch wichtiger. Vor der
Vermarktung solle sich der Mäster seine Schweine genau ansehen, um sie
individuell und punktgenau zur Schlachtung zu bringen.
Quelle: Oldenburgische Volkszeitung vom 02.12.2004
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Tagungsfolge |
| 10.00 Uhr |
Begrüßung der Teilnehmer
Dr. Karl-Heinz König |
| 10.20 Uhr |
Einfluss der Kälber- und Jungrinderaufzucht
auf die Erstlaktation und Lebensleistung von Hochleistungskühen
Heinz-Conrad Derboven
- Rinderzuchtbetrieb Derboven, Warpe - |
| 11.30 Uhr |
Uhr Hygiene in Flüssigfütterungsanlagen
Prof. Dr. Matthias Nagel
- Hochschule Bremerhaven, Lebensm.Technologie u. Lebensm.Wirtschaft - |
| 12.30 Uhr |
Mittagessen |
| 14.15 Uhr |
Einfluss des Körperfettes auf die
Fruchtbarkeitsleistungen von Jung- und Altsauen
Prof. Dr. Ute Schnurrbusch
- Ambulatorische u. Geburtshilfl. Tierklinik, Leipzig - |
| 15.15 Uhr |
Uhr Aktuelles Vermarktungsmanagement von Schlachtschweinen
vor dem Hintergrund neuer Klassifizierungsverfahren
(AutoFOM) und Preismasken
Dr. Albert Hortmann-Scholten
- Landw.-Kammer Weser-Ems, Oldenburg - |
16.15 Uhr |
Diskussionsleiter:
Dr. Edgar Schulz
- Bundesforschungsanstalt Braunschweig
Uhr Gemeinsame Kaffeetafel und Gedankenaustausch

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