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Es muß vor
allem die Aufgabe der Verbände sein, noch mehr Öffentlichkeits-
und Aufklärungsarbeit bei der Bevölkerung und den Entscheidungsträgern
zu leisten um ein realistisches Bild der Landwirtschaft und der Produktion
von Nahrungs- und Lebensmitteln zu schaffen. Ansonsten wird es weitere
nationale Einschränkungen geben, die wirtschaftlich und sachlich
nicht vertretbar sind, und wettbewerbsverzerrend wirken.
Entwicklungen
der Weltmärkte und Zukunft für die Veredelungswirtschaft
Es gibt weltweit noch Märkte mit Bevölkerungs- und Nachfragezuwachs
für den Agrarsektor. Hier werden zukünftig große Mengen
an Nahrungs- und Lebensmitteln benötigt und nachgefragt. Die Kaufkraft
in diesen Ländern wird zunehmend steigen.
Untersuchungen
der Welternährungsorganisation (WTO) und privater amerikanischer
Institutionen ergeben ein übereinstimmendes Bild. Die Entwicklung
hinsichtlich Bevölkerung und Kaufkraft in den nächsten 10
bis 12 Jahren führt zu einem 60 % höheren Bedarf an Nahrungs-
und Lebensmitteln gegenüber dem Produktionsstand von heute.
Diese Aussagen bekommen
einen Stellenwert, wenn man beachtet, dass nur 25 % von diesen 60 %
Zuwachs über eine zusätzliche Requirierung von Fläche
erzeugt werden können. D.h. 75 % der zusätzlich benötigten
Nahrungs- und Lebensmittel müssen über standortangepasste
Intensitäts- und Produktivitätszuwächse in der Landwirtschaft
erbracht werden.
Es stellt sich die Frage, welche Regionen der Welt in der Lage sind
diese Märkte zu bedienen. Hierfür müssen viele Faktoren
vorhanden sein, wie Bonität, Klima, Kapital, Ausbildung, Agrartechnologie
und -wissenschaft usw.. Herr Funke geht davon aus, dass hierfür
in Mitteleuropa gute Voraussetzungen bestehen, da andere Länder
noch sehr viel Zeit benötigen, um diesen Ansprüchen gerecht
zu werden.
Verbesserungspotential sieht Herr Funke noch bei der Vermarktung in
Deutschland. Nicht ausgelastete Kapazitäten bei den Schlachthöfen
führen zu einer geringeren Wettbewerbsfähigkeit gegenüber
anderen Ländern.

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