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Es findet eine Veränderung in der Gesellschaft statt, welche
zu einem veränderten Konsumverhalten führt.
- Über 70 % der Nahrungsmittel werden heute be- oder verarbeitet,
bis sie auf den Tisch kommen. In den USA sind es bereits 90 % der
Nahrungsmittel. In Deutschland ist genau dieser Aufwärtstrend
zu Verarbeitungsprodukten zu erkennen. |
Damit ist nicht die
Bereitschaft verbunden, mehr für Lebens- und Nahrungsmittel auszugeben,
sondern für die Dienstleistung, die sich im Preis niederschlägt.
Das Geld, das die Bevölkerung für Lebensmittel mehr ausgibt,
fließt somit in die Dienstleistung rund um den eigentlichen Rohstoff.
Der Produzent (Landwirt) des Rohstoffs selbst partizipiert hieran allerdings
nicht. Hier liegt der entscheidende Fehler, wenn davon ausgegangen wird,
die Bevölkerung wäre bereit, mehr für den eigentlichen
Rohstoff zu zahlen.
Das Bild, welches hier konstruiert wird, ist zwar ganz schön, jedoch
jenseits jeglicher Realität und gesellschaftlicher Entwicklung.
Das schlimme daran ist, dass es auch noch von landwirtschaftlichen Vertretern
und Verbandsfunktionären mitgetragen wird.
Der Trend zu mehr Verarbeitungs- und Handelsprodukten bei der Ernährung
wird sich weiter fortsetzen. Auch in anderen Volkswirtschaften, die
noch nicht so weit entwickelt sind, ist dieser Trend deutlich zu erkennen.
Weitere Rahmenbedingungen
- Die Umverteilung
von Geld wird als große Wende in der Agrarwirtschaft gesehen.
Sie führt jedoch zu einer falschen Ver- und Umverteilung und
ist in der Höhe für die Zukunft nicht vorhersehbar.
- Die Rahmenbedingungen
für die Veredelungswirtschaft sind in Deutschland strenger als
in der EU, obwohl es einen gemeinsamen Europäischen Markt und
eine einheitliche Währung gibt. Jeder Ökonom weiß,
dass es keine nationalen Standards und Alleingänge mehr geben
darf, wenn es nicht zu Wettbewerbsverzerrungen kommen soll. In der
Industrie werden die internationalen Standards 1 : 1 umgesetzt, nur
in der Landwirtschaft nicht.
- Die politischen
Rahmenbedingungen müssen berechenbar sein, ansonsten ist keine
Grundlage für Investitionen vorhanden. Wenn nicht investiert
wird, verliert eine Volkswirtschaft an Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit
gegenüber anderen Ländern, mit denen sie im Wettbewerb steht.

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