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Schwerpunkte in der aktuellen Politik
1. Direktvermarktung / Regionalvermarktung
Auf der Grünen Woche in Berlin stellte Renate Künast
(Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft)
fest, dass Agrarprodukte nicht verramscht werden dürfen. Dieser
Situation möchte sie durch die Förderung der Direkt- und Regionalvermarktung
entgegenwirken.
Nach Meinung von Herrn Funke ist dies jedoch der falsche Weg,
da z.B. in Niedersachsen, aber auch in anderen Bundesländern, auf
den Agrarmärkten eine hohe Überversorgung vorliegt:
- Rindfleisch, Milchproduktion, Schweinefleisch - ca. 200 %
Versorgungsgrad
- Kartoffeln - ca. 300 % Versorgungsgrad
Von Kapital- und Warenströmen hat man offensichtlich kaum noch
Vorstellungen, geschweige denn Sachverstand.
Des weiteren stellt sich die Frage, ob aus Verbrauchersicht eine Versorgung,
wie sie heute jeder Bundesbürger gewohnt ist, auf Basis einer Direkt-
und Regionalversorgung überhaupt möglich ist.
2. Ökologischer Landbau
Es wird in der heutigen Zeit der Eindruck erweckt, dass der ökologische
Landbau in Deutschland in der Vergangenheit politisch zu wenig gefördert
wurde, und die Landwirte in der Vergangenheit nur wenig Interesse an
ökologischem Landbau gezeigt haben. Schaut man sich die Statistiken
und Zahlen der 15 Mitgliedsstaaten Europas an, ergibt sich jedoch ein
ganz anderes Bild, wie die folgende Tabelle zeigt.
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