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Aktuelle
agrarpolitische Lage
- Zukunft der Veredelungswirtschaft –
Karl-Heinz Funke
- Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und
Forsten a. D. -
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Rahmenbedingungen
der deutschen Agrarpolitik
Zunächst zeigte Herr Funke auf, mit welchen Rahmenbedingungen sich
die Agrarpolitik und speziell die Veredelungswirtschaft in Deutschland
gegenwärtig konfrontiert sieht. Von nachfolgenden Grundkonstanten
muss zunächst ausgegangen werden, da sie auch für die nahe
Zukunft ihre Gültigkeit behalten:
1. Gute Absatzmärkte in Europa
In Europa sind grundsätzlich gute Absatzmärkte vorhanden.
Zunehmend sind aber auch Sättigungsgrade erreicht. Diese können
zurückgeführt werden auf das fehlende Bevölkerungswachstum
und der damit verbundenen, fehlenden, zusätzlichen Nachfrage nach
Produkten. Daher findet lediglich eine Produktsubstitution zwischen
den einzelnen Lebensmitteln statt.
2. Weitere Liberalisierung der Märkte
Durch den Abbau von Handelsbeschränkungen werden die Grenzen Europas
offener für Agrarprodukte aus aller Welt. Dies gilt sowohl für
Produkte aus industriellen Ländern wie den USA, Schwellenländern
und Entwicklungsländern. Die Öffnung der EU-Märkte für
die am wenigsten entwickelten Länder für alle Produkte bis
2009, mit Ausnahme von Waffen, ist von den Regierungschefs bereits beschlossen.
Durch einfachere Importbestimmungen werden die Importmengen ansteigen.
Gleichzeitig werden die Exporterstattungen je nach Produkt unterschiedlich
bis zu einer Größenordnung von 45 % Stück für Stück
abgebaut. D.h., die Produktmenge, die wir mit Exportsubventionen auf
anderen Märkten außerhalb Europas absetzen können, nimmt
ab. Für Produkte, die wir nach Europa importieren, werden gleichzeitig
die Zölle und Kontingente im ersten Schritt um 36 % zurückgeführt.
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