Themen zur Tierernährung
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2. Fettmobilisationssyndrom als wichtigste Erscheinungsform peripartaler Krankheiten

Das Fettmobilisationssyndrom (FMS) beschreibt ein Krankheitsbild, das durch einen
gesteigerten Fettabbau, die Herausbildung einer Fettleber sowie eine charakteristische Symptomatologie verschiedener Organstörungen charakterisiert ist. Neben der
Leber werden aber auch andere Organe, wie das Herz und die Nieren, fettig infiltriert.
Zu dem klinischen Syndrom zählen Endometritiden, Mastitiden, Klauenkrankheiten,
Indigestionen, Milchfieber, Labmagenverlagerungen und Körpermasseverlust
(Abb. 3). Der Krankheitsverlauf kann akut, subakut oder chronisch sein und in ungünstigstem Fall, z.B. unter dem Bild des „Gebärkomas“, innerhalb weniger Tage
zum Tod führen. Die Hauptfaktoren für die Entstehung des FMS sind:

  • Verfettung
  • unzureichende Energieaufnahme
  • gesteigerter Fettabbau mit geringerer Insulinwirksamkeit
  • Verfettung der Organe (besonders der Leber
  • verschiedene Organfunktionsstörungen bzw. Krankheiten

Voraussetzung für das FMS ist die Verfettung der Tiere vor der Geburt. Ursächliche
Faktoren als primäre sowie sekundäre Ursachen sind in Abb. 1 aufgeführt. Durch die
zunehmende Fettablagerung im Bauchraum (retroperitoneal, Netz) gegen Ende der
Trächtigkeit und durch das Fötenwachstum reicht das Futteraufnahmevermögen der
Kühe bzw. Färsen für die Bedarfsdeckung nicht mehr aus. Die Tiere beginnen somit
bereits vor dem Partus mit der belastenden Fettmobilisierung, gefördert durch zunehmende Insulinunwirksamkeit.

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