Metzner
et al. (1996) fanden die Mehrzahl dieser Krankheiten bei einer
Analyse der
Beziehungen zwischen Milchleistung und Krankheitsinzidenz als
gesichert mit der
Milchleistung korreliert, ausgenommen Genitalkatarrhe (Tab. 2).
Tab. 2: Beziehungen
zwischen Milchleistung und Erkrankungsrisiko
(„Auftrittswahrscheinlichkeit“ in %) (Metzner et al.
1996)
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6000
kg/a |
8000
kg/a |
10
000 kg/a |
12
000 kg/a |
| Nachgeburtsverhaltung |
7,0 |
8,5 |
1205 |
17,0 |
| Genitalkatarrh |
18,5 |
19,5 |
22,5 |
25,5 |
| Eierstockszysten |
8,5 |
13,0 |
19,0 |
27,0 |
| Euterentzündung |
18,0 |
25,0 |
34,5 |
38,5 |
| Klauenerkrankungen |
16,5 |
21,0 |
26,0 |
32,0 |
| Milchfieber |
2,0 |
3,0 |
4,0 |
5,0 |
Für die
Behandlung dieser Krankheiten existiert jeweils ein m.o.w. erfolgreicher
Behandlungsstandart, der allerdings durch „Abweichungen
vom Standart“, wie z.B. bei
dem Milchfieber oder der Klauenrehe, an den Tierarzt immer wieder
neue Herausforderungen stellt. Zur Behandlung der Nachgeburtsverhaltung
gehören z.B. neben
dem Versuch der manuellen Abnahme, das „Stäbe einlegen“,
Oxytocin- oder Cloprostenol-(PG) Spritzen und später „Spülungen“.
Bei Klauenkrankheiten wird
„Ausgeschnitten“, ein Verband angelegt, vielleicht
werden auch Zink und Biotin empfohlen oder CuS04-Bäder
verordnet. In jedem Fall bleibt aber die Frage, ob damit
wirklich die eigentliche Krankheitsursache bekämpft und beseitigt
und damit dem
zentralen medizinischen Grundsatz nach ursächlicher Therapie
entsprochen wurde.
Dabei kann oder muss die Therapie auch als Herdentherapie und
–prophylaxe
aufgefasst werden. Der Ursachenfindung kommt man näher, wenn
man die jeweilige
Krankheit beim Einzeltier nicht isoliert sieht, sondern in die
Situation um die Geburt,
einschließlich der Fütterungs- und Haltungsbedingungen,
einordnet und somit dem
Grundcharakter von Faktorenkrankheiten entspricht. Als gemeinsamer
Ausgangspunkt
für die verschiedenen peripartalen Störungen muss das
Fettmobilisationssyndrom
(FMS) angesehen werden.
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