4.
Möglichkeiten zur Stoffwechselstabilisierung um die Geburt
Die systematische Vorbereitung der Kühe auf die Geburt und
Laktation ist ein längerfristiger Prozess. Nicht selten steht
man aber vor der Frage, kurzfristig bestehende Risiken und Mängel
„ausgleichen“ zu müssen. Unter den zahlreichen
Möglichkeiten der kurzfristigeren Einflussnahme (Tab. 8)
haben sich neben „belebend" wirkenden Medikamenten
bewährt:
- die Zufütterung
von Propylenglycol bis zu 300g (USA bis 1000)/Tag oder anderer
konzentrierter Energieträger
- das Drenchen
am ersten Tag nach der Geburt bei bzw. nach Belastungen
- die Verabreichung
eines „Energietrunks“
- die Zufütterung
von Huminsäuren bei Futterqualitätsmängeln
- die Glucocorticoidapplikation
am ersten Tag nach der Geburt
- die Pufferung
des Pansens bei sauren Belastungen
4. Zusammenfassung
Nachfolgende Abbildung 16 zeigt, dass die häufigsten Krankheiten
in der Frühlaktation (auch) durch Fütterungsfehler verursacht
werden.

|