
Demnach haben
gesteigerter Fettabbau und damit massiver Körpermasseverlust
nach der Geburt eine schlechte Milchpersistenz sowie schlechte
Fruchtbarkeit zur
Folge.
3.
Konsequenzen für das Management in der Trockensteh- einschließlich
der
Transitphase
Mit aktuellen Beispielen wurde unter 2. belegt, dass bei Kühen
der Übergang von der
Trockenstehphase zur Frühlaktation zahlreiche Risiken birgt,
die sich in häufigen,
z.T. verlustreichen Krankheiten auswirken. Das wirft die Frage
auf, ob höhere Leistungen
nur auf Kosten der Tiergesundheit möglich sind oder ob sie
bei guten Voraussetzungen
ohne Störungen erreicht werden können. Diese Frage kann
eindeutig positiv beantwortet werden. Der Schlüssel dafür
liegt im gesamten Management, ausgehend von der Spätlaktation
über die Trockenstehperiode I bis zur Transitphase.
3.1.
Ernährungsphysiologische Erfordernisse
In der Hochträchtigkeit sinkt einerseits das Aufnahmevermögen
an Trockensubstanz
bis auf ca. 8 bis 10 kg ab. Andererseits steigt aber der Bedarf
mit dem Wachstum
des Fötus für die hochträchtige Kuh wieder an.
Deshalb ist am Ende der Trockenstehperiode ein energiedichteres
Futter notwendig, damit die Kühe nicht bereits vor der Geburt
in eine negative Energiebilanz mit stärkerem Fettabbau und
damit höherem Krankheitsrisiko kommen (Tab. 6).
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