Themen zur Tierernährung
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Die Prophylaxe der Labmagenverlagerung konzentriert sich entsprechend der
o.g. begünstigenden Faktoren auf:

  • Verhütung von Verfettung und Energiemangel um die Geburt
  • gute Füllung des Pansens nach der Geburt durch reichliche Futteraufnahme
  • minimaler Stress um die Geburt („passende“ Kälber, Geburtshilfe!)
  • Reduzierung von Stoffwechselbelastungen nach der Geburt
  • optimale Haltung, Klima und Kuhkomfort
  • gegebenenfalls Vorbeugeuntersuchungen und dementsprechende Prophylaxemaßnahmen

2.3. Nachgeburtsverhaltungen (Retentio secundinarum)
Der Nachgeburtsverhaltung gehen bei Kühen häufig Schwer- oder Zwillingsgeburten
voraus. Diese sind wiederum i.d.R. gekoppelt mit Ketosen, die sich negativ auf die
Uterusrückbildung auswirken. Abb. 9 zeigt, dass zwillingsträchtige Kühe während der
Trockenstehphase eine unterschwellige Ketose haben. Bei dieser Fettstoffwechsel-störung wurden weiterhin bereits vor der Geburt bedeutend gesteigerte Endotoxin-Konzentrationen ermittelt (Abb. 9)

Nachgeburtsverhaltungen

Die Abb. 9 demonstriert, dass Kühe mit späterer Nachgeburtsverhaltung bereits vor
der Geburt schwerwiegende Stoffwechselstörungen haben. Da auch bei Kühen mit
späterer Labmagenverlagerung bereits zu diesem Zeitpunkt gleichartige Störungen
nachgewiesen wurden, ist daraus abzuleiten, dass sowohl Labmagenverlagerung wie auch Nachgeburtsverhaltung einen gemeinsamen Entstehungsmechanismus haben. Demnach sind auch gleichartige Prophylaxemaßnahmen abzuleiten.


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