Themen zur Tierernährung
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Der Landwirt bezieht die Medikamente aus der Apotheke. Mit Beratungsvertrag dürfen Medikamente für ca. 1 Monat bis zum nächsten Tierarztbesuch verschrieben werden, ohne Beratungsvertrag darf nur zur Nachbehandlung in den nächsten 6 Tagen verschrieben werden.

5. Gesundheitsmanagement

In Dänemark besteht ein gut durchorganisiertes Gesundheitsmanagement. Hauptsäule dieses Systemes ist die SPF-Organisation, die ein Tochterunternehmen von DANSKE SLAGTERIER ist und seit 30 Jahren besteht.

Der SPF-Organisation obliegen folgende Aufgaben:

  • Anerkennung und Kontrolle von Zucht und Vermehrung
  • Steuerung des Gesundheitsstatus aller angeschlossenen Produktionsbetriebe
  • Tiertransporte

Die Gründung der SPF-Organisation hat ein ”SPF-Denken” bei den allermeisten Schweine-produzenten mit sich gebracht. Dazu gehört u.a.:

  • Externer Schutz vor Ansteckung (Vorraum im Stall, Verkauf der Tiere über gesonderte Rampen/Türen, geringer Besucherverkehr, Gebäudesicherung usw.)
  • Genaue Kenntnis des Gesundheitsstatus in der Anlage:
    - Mycoplasma. hyopneumoniae
    - Actinobacillus pleuropneumoniae
    - Rhinitis atrophicans
    - Dysenterie
    - PRRS – Impfvirus/Feldvirus
    - Ödemkrankheit
    - Salmonellenstatus
    - Sarcoptes suis - Räudebefall

Die Produktionsbetriebe werden ständig klinisch überwacht durch Stallpersonel/Tierarzt/Fahrer der Ferkeltransporter. Bei Verdacht einer für den Betrieb neuen Krankheit wird die SPF-Organisation sofort informiert. Durch sie erfolgen Rückmeldungen an Tiertransportunternehmen, Ferkelringe und den Tierarzt. Dadurch wird ermöglicht, dass der aktuelle Gesundheitsstatus jedes Betriebes allen Beteiligten jederzeit zugänglich gemacht werden kann. Dies hat Einfluss auf:

  • die Besuchsreihenfolge in den Betrieben für den Tierarzt und andere Beratungs- und Kontrollpersonen (Besuche dürfen nur von der oberen zur unteren Gesundheitsstufe durchgeführt werden)
  • das Durchführen von Ferkelumsetzungen und die Ferkelvermischung
  • den Jungsauenzukauf.

Bei Neubelegung einer Anlage ist für den betreffenden Landwirt eine Computerkarte zur Beurteilung der Lage des Betriebes im Verhältnis zu Nachbarbetrieben erhältlich.

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