|
Die erwähnte Adaptation hat eine mikrobielle und eventuell auch eine intermediäre Komponente. (Die Bakterien im Intestinaltrakt sind in überschaubarer Zeit fähig, DON abzubauen - zu deepoxidieren, dabei ist bisher nicht klar, ob es sich um eine Enzyminduktion oder um eine selektive Anreicherung von Mikroorganismen des Intestinaltraktes mit einer diesbezüglichen Kapazität handelt, die diese Abbaufähigkeit besitzen). Die Futteraufnahme ist ein weiterer, freilich sehr unspezifischer, Parameter zur Abschätzung von DON-Wirkungen. Sie ist bereits bei Dosierungen reduziert, bei denen noch keinerlei negative Wirkungen auf andere Parameter vermutet werden. Nach systematischer Erfassung und Auswertung von Literaturdaten durch Dänicke und Oldenburg (2000) scheint die Futteraufnahme beim wachsenden Schwein erst bei Konzentrationen um 1 mg wirklich nachhaltig und reproduzierbar vermindert. Es wird deshalb von den meisten Fachkollegen in Deutschland ein Vorschlag zur Festlegung eines Richtwertes von 1 mg für die Ernährung wachsender Schweine unterstützt. Die Beziehung lässt sich auch durch eine Regression beschreiben (Daenicke und Oldenburg, 2000):
Dabei ist Y der prozentuale Anteil an Minderung der Futteraufnahme und X die Menge an DON pro kg Futtermittel, angegeben in mg.
|