Themen zur Tierernährung
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Die Toxizität der Trichothecene variiert, je nach Verbindung, sehr stark. Im Detail ist die Toxizität des DON als niedrig, jene des T-2 Toxins als hoch einzustufen.

Auch die Tierspezies ist für die Toxinwirkungen und die Empfindlichkeit bedeutsam. So erwiesen sich Wiederkäuer als recht widerstandsfähig gegenüber Trichothecenen und Zearalenon, vermutlich, weil im Pansen eine mikrobielle Deepoxidierung der Trichothecene und Verstoffwechselung des Zearalenons in intensiver Form stattfindet. Zum Schicksal des Zearalenons im Pansen unter unterschiedlichen Fütterungsbedingungen mangelt es aber noch an Untersuchungen. Wichtig wäre vor allem die Klärung der Frage, ob und in welchen Mengen Alpha-Zearalenol unter bestimmten Bedingungen im Pansen entstehen könnte. Eine Abhängigkeit der Toxinempfindlichkeit vom Alter und Geschlecht liegt für Zearalenon auf der Hand. Ganz besonders empfindlich sind junge weibliche Ferkel, wohl weil eine Rezeptoraffinität bereits vorhanden ist, andererseits die Konkurrenz der natürlichen Östrogene noch nicht gegeben ist. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der DON-Wirkung wurden bisher nicht untersucht. Ältere Sauen erwiesen sich als weit weniger empfindlich; sie haben einen zyklisch hohen Östrogenspiegel, große Fettverteilungsräume und einen mikrobiell aktiven Intestinaltrakt, was die Zearalenontoleranz sehr stark beeinflussen kann.

Es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, da es geschlechtsspezifische Unterschiede in der Proteinsnytheseleistung junger weiblicher, männlicher und männlich kastrierter Schweine gibt. Hierzu wären spezifische Untersuchungen, die es bisher nicht ausreichend gibt, besonders wichtig.

Bei den Trichothecenen führen hohe Konzentrationen zu einer absoluten Futterverweigerung, so dass klassische Vergiftungen kaum vorkommen. Chargen mit mittleren Gehalten an DON werden oftmals zunächst nur zögerlich und in verminderter Menge aufgenommen, es tritt jedoch oft ein Adaptationseffekt auf, der zu normalen Futteraufnahmemengen führt. Hier mag die intermediäre Deepoxidierung ebenso wie ein mikrobieller intestinaler Abbau der Toxine eine Rolle spielen (siehe hierzu Dillenburger et al., 2003). Diese Adaptation kann bei niedrigen und mittleren DON-Gehalten, die zunächst auftretende reduzierte Futteraufnahme nach wenigen Tagen teils oder vollständig kompensieren.

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