Themen zur Tierernährung
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Nach der unten beschriebenen Häufigkeit des Vorkommens steht das DON (Deoxynivalenol) als bedeutsamstes Toxin im Vordergrund, auch wenn es nicht zu den toxischsten Stoffen gehört. In Baden-Württemberg haben wir (Drochner und Lauber, 2001) am zweithäufigsten das Nivalenol nachweisen können. Dieses Toxin ist jedoch toxischer als das Deoxynivalenol; freilich, die Diskussion über die Toxizitätsrelationen ist nicht abgeschlossen, so dass man dies derzeit auch nicht in Zahlen fassen kann. Mit Sicherheit liegt das toxische Potential des Nivalenols um den Faktor 2-3 höher. Noch toxischer, aber seltener vorkommend, ist das sogenannte T-2Toxin. Seine organ- insbesondere aber hautschädigende Wirkung wurde vielfach beschrieben. Bisher gibt es keine Hinweise auf eine eventuelle mutagene oder cancerogene Wirkung von Deoxynivalenol. Eine ähnliche Kontamination von cerealienhaltigen Lebensmitteln liegt nahe. Tatsächlich konnten wir in Hohenheim in Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft mit durchaus hoher Häufigkeit entsprechende Toxinbelastungen finden, freilich mit deutlich niedrigerer mittlerer Konzentration (Schollenberger et al., 1999).

Ein weiteres toxisches Sekundärprodukt der Fusarien gehört einer ganz anderen chemischen Molekülklasse an: Das Zearalenon und seine Derivate.

Zearalenone bestehen aus einem Benzolring mit Alkoholgruppe und einer flexiblen Seitenringstruktur, die ein substituiertes Sauerstoffatom enthält. Damit ist dieser flexible Ring als Lakton zu kennzeichnen. Die Position der alkoholischen Gruppe im Benzolring ist mit jener von Östrogenen deckungsgleich. Dieses erklärt die Passerfunktion von Zearalenon zu den Östrogenrezeptoren, so dass infolge einer Zearalenonbelastung des Futters östrogenähnliche Wirkungen bei Tieren nach Futteraufnahme auftreten. Das Alpha-Zearalenol, ein alkoholisches Derivat, hat übrigens eine höhere Affinität zu den Rezeptoren, so dass hiermit viele früher schwer erklärliche Unterschiede in der Toxinwirkungsintensität, eine Erklärung finden können (Fitzpatrick et al., 1988).

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