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Die Trichothecene sind die wichtigsten Toxine der Fusarien. Sie enthalten ein expoxidisch (also sehr reaktionsfähig) gebundenes Sauerstoffatom, eine aromatische Grundstruktur und einige unterschiedlich aufgebaute Seitenketten, die ihr Verhalten bei der Absorption und im Stoffwechsel beeinflussen können. Der wesentliche toxische Grundmechanismus dürfte dieses reaktionsfähige freie Sauerstoffradikal sein, dass z.B. Grundstrukturen der genetischen Information, die Nukleinbasen, besonders im Bereich vorhandener Doppelbindungen, verändern kann. Trichothecene können durch ihre schleimhauttoxische Wirkung vielfältig auf die Gesundheit von Nutztieren einwirken (Feinberg und Laughlin,1989) . Die Hauptwirkung ist eine Reduktion der Proteinsynthese. Auch die Wirkungsmechanismen dieser Proteinsynthesehemmung kennt man mittlerweile recht gut. Vor allem die Bindung der Toxine an ribosomale Untereinheiten der Zelle führt zu einer Hemmung der Peptidyltransferasen, die den Aufbau des Proteinmakromoleküls maßgeblich bestimmen. Auch der Stoffwechsel - und die Enzymaktivitäten in dieser Grenzschicht - von den oberflächigen Schleimhautzellen des Darmes scheinen beeinflusst zu sein. Hierfür sprechen jedenfalls Untersuchungen von Madej et al. (1999). Da der Proteinumsatz der Darmzellen sehr hoch ist, kann man davon ausgehen, dass auch andere Organe mit hohem Proteinumsatz derartige Einflüsse deutlich zeigen. Über Effektivität und Kinetik der Absorption von Trichothecenen ist wenig bekannt. Ein „Carry over“ im klassischen Sinne gibt es für diese Stoffe aber nicht, da die epoxidischen Strukturen im tierischen Gewebe ganz offensichtlich schnell transformiert werden. Die große Trichothecengruppe umfasst etwa 10 verschiedene Toxintypen, die sich hinsichtlich ihrer toxischen Wirkungen und auch im Stoffwechselverhalten unterscheiden.
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