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Neues
zu Mykotoxinen und deren
Problematik in der Fütterung
Prof. Drs. Drs. h.c. Winfried Drochner
Institut für Tierernährung
Universität Hohenheim
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1. EINLEITUNG
Mykotoxine
sind Produkte des Sekundärstoffwechsels einer großen
Zahl von Pilzen. Per Konvention unterscheidet man bei Futtermittelpilzbefall
zwischen Feldpilzen und Lagerungspilzen.
Als Futtermittelverderbniserreger spielen unter den Feldpilzen
die Fusarien eine maßgebliche Rolle, unter den Lagerungspilzen
die Aspergillen und Penicillien.
Fusarien sind
einfache Pilze, die das Getreide überwiegend vom Boden aus
über Sporen, vor allem in der Phase der Blüte, infizieren.
Penicillien und Aspergillen entwickeln sich in aller Regel erst
bei der Lagerung.
So wird verständlich,
dass es in erster Linie die Feldpilze sind, die in ihrer Entwicklung
von den Bedingungen der Kultivierung (Witterung, Vorfrucht, Infektionsdichte)
abhängig sind. Die Bildung von Toxinen der Lagerungspilze
ist dagegen vorrangig abhängig von den Ernte- und den sich
anschließenden Lagerungsbedingungen.
2.
Toxine und ihre Wirkungen
Die Bedeutung der Lagerungspilze und ihre Toxinbildung (Ochratoxine
und Aflatoxine) ist vielfach beschrieben worden. Häufigkeit
und auftretende Konzentrationen sind einerseits in erster Linie
eine Konsequenz unzureichender Nacherntetechnologien (Ochratoxine)
also der Futtermitteltrocknungs-, Reinigungs- und Lagerungsbedingungen;
die Aflatoxine sind andererseits vorrangig ein Importproblem,
welches Getreide- und Körnerfrüchte der Tropen und Subtropen
betrifft. Offensichtlich sind die durchschnittlichen Lagerungstemperaturen
in gemäßigten Zonen zu niedrig, um reale Dispositionen
für Aflatoxinbelastungen zu schaffen. Die üblichen toxinbildenden
Aspergillenstämme bilden nur unter höheren durchschnittlichen
Umwelttemperaturen entsprechende Toxinmengen.
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