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Auch Futterzusätze
mit spezieller, meist stoffwechselstabilisierender Wirkung wie
z.B. Propylenglycol, Niacin oder Hefen, fanden, nachdem bereits
in der Vergangenheit in mehreren Betrieben ein solcher Einsatz
ausprobiert wurde, nur noch selten regelmäßig Anwendung.
In Bezug auf
eine wiederkäuergerechte Rationsgestaltung ist das Grundfutter-Kraftfutter-Verhältnis
interessant. Im Mittel der untersuchten Futterrationen der höchstleistenden
Milchkühe (erstes Laktationsdrittel) wurde ein Kraftfutteranteil
von 45 % festgestellt, was einer Kraftfuttermenge von durchschnittlich
12 kg/Tier und Tag entsprach. Auffällig war dabei, dass diese
Anteile betriebsspezifisch zwischen 41 und 55 % bzw. 9,8 und 14,1
kg variierten - bei Unterschieden im Leistungsniveau der Herden
von 2000 kg Milch (LKV-Leistung). Zwischen der Kraftfuttermenge
bzw. dem -anteil an der Gesamtration und der Höhe der Herdendurchschnittsleistung
konnte dabei keine Beziehung festgestellt werden. Auch war mit
höherem Kraftfutteranteil in der Futterration kein Abfall
des Milchfettgehaltes im Herdendurchschnitt sowie eine Zunahme
von Stoffwechselstörungen zu beobachten.
In Anlehnung
an die Ergebnisse des LKV hinsichtlich der Altersstruktur in den
Milchkuhherden fiel auf, dass die Kühe in den analysierten
Betrieben ebenfalls im Mittel bei 2,8 Laktationen sehr jung waren.
Bei einer
durchschnittlichen (über die Grundfutteraufnahme im Herdendurchschnitt
und den tierindividuellen Kraftfutterverzehr errechneten) Gesamtfutteraufnahme
der hochleistenden Kühe im ersten Laktationsdrittel von 23,5
kg Trockenmasse (der Trockenmassegehalt der Gesamtration lag in
den Betrieben zwischen 43 und 55 %) reichte im Mittel der untersuchten
Futterrationen die Energielieferung für 38 kg (33 - 43 kg)
Milch und die Versorgung mit nutzbarem Rohprotein für 39
kg Milch (36 - 43 kg) (Folie 6). Damit waren die Rationen hinsichtlich
der Energie- und Eiweißversorgung ausgeglichen und entsprachen
in diesen Merkmalen den Zielvorgaben.
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