| So
betrugen die reinen Behandlungskosten für die Kühe der
Herde mit einer Milchleistung über 11.000 kg 280,- DM/Kuh und
Jahr, aber für diejenigen mit einer Leistung unter 8000 kg
Milch/Jahr lediglich 120,- DM/Kuh und Jahr. Weiterhin stiegen besonders
mit höherer Milchleistung die Behandlungskosten für Stoffwechselstörungen
und -erkrankungen an. Letztlich entfielen ca. 73 % aller Behandlungen
auf die von Stoffwechselstörungen. So nehmen besonders Stoffwechselerkrankungen
und Sterilität als Abgangsursachen mit steigender Milchleistung
zu. Problematisch daran ist aber in der Praxis besonders, dass Stoffwechselerkrankungen,
die in den meisten Fällen subklinisch verlaufen, wie z.B. subklinische
Ketosen, Azidosen oder Gebärparesen, nicht oder nur schwer
erkennbar sind. So verwundert es auch nicht, dass bei einer Analyse
zum Fütterungsmanagement in Hochleistungsbetrieben des Landes
Schleswig-Holstein laut Angaben der Betriebsleiter Fruchtbarkeitsprobleme,
Klauen-, Gliedmaßen- und Eutererkrankungen als die hauptsächlichsten
Abgangsursachen, Stoffwechselprobleme hingegen nicht genannt werden.
LOTTHAMMER (2000) zeigte besonders große Diskrepanzen bei
einem Vergleich der vermuteten und diagnostizierten Abgangsursachen
(Folie 2). |