Themen zur Tierernährung
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Zusammenfassend wurden aus dem Versuch folgende Erkenntnisse gewonnen:
Die Milchfieberprophylaxe mit gekapseltem Kalziumchlorid beeinflusste bei schwarzbunten Milchkühen einer Herde mit durchschnittlich 10.400 kg Milch die Tiergesundheit positiv. Es traten sowohl bei den Tieren, die eine Kalziuminfusion erhielten, als auch bei den sauer gefütterten Tieren keine Milchfieberfälle auf.

Die Blutkalziumwerte der Versuchstiere waren äußerst stabil und lagen immer über dem physiologischen Grenzwert. Die anionenreiche Fütterung führte zu höheren Konzentrationen an Kalziumionen im Blut. Folglich müsste durch Zugabe des anionischen Salzes die verfügbare Menge an ionisiertem Kalzium im Blut erhöht worden sein.

Die Fütterung des sauren Salzes machte die Kalzium-Phosphor-Energie-Infusion, die ansonsten jedes Tier prophylaktisch erhielt und damit auch jedes Kontrolltier bekam, überflüssig.

Die Kapselung des im Versuch eingesetzten Produktes Calci-Cap 75 maskiert den sonst unerwünscht, schlechten Geschmack. Regelmäßige Kontrollen der aufgenommenen Futtermengen bestätigten dieses. Negative Auswirkungen auf die Futteraufnahme der Tiere wurden nicht beobachtet.

Gekapselte saure Salze haben neben einer deutlich verbesserten Schmackhaftigkeit auch den Vorteil, dass deren hygroskopische Eigenschaft reduziert ist und damit die Lagerung und Verwendung erleichtert werden.

Der Aufwand für den Einsatz des sauren Salzes Calci-Cap 75 war im Vergleich zur Behandlung mit einer kombinierten Kalzium-Phosphor-Glukose-Infusion, sowohl Zeit als auch Kosten betreffend, niedriger.

Der Einsatz saurer Salze erfordert ein sehr gutes Fütterungsmanagement. Ein Nachteil der sauren Salze und vermutlich einer der Gründe, warum dieses Verfahren nur schwer Fuß zu fassen scheint, ist der bittere Geschmack der Salze und somit die schlechte Akzeptanz. Vorteilhaft sind diesbezüglich gekapselte Produkte. Saure Salze sollten entweder vollständig in die Grundration bzw. Totale Mischration eingemischt werden oder in Form eines Milchleistungsfutters (schwach anionisierte Spezialfuttermittel mit einer DCAB von mit -550 bis -600 meq/kg T) verabreicht werden. Es ist unbedingt die Futteraufnahme der Tiere zu kontrollieren. Infolge der starken Kalziummobilisierung muss einmal die Kalziumzufuhr bei der Fütterung von sauren Salzen erhöht und zum anderen die Gabe der sauren Salze auf die letzten 2-3 Wochen der Trockenstehzeit beschränkt werden und mit dem Kalbezeitpunkt beendet sein.

Voraussetzung für einen wirkungsvollen, effektiven Einsatz anionischer Salze ist immer eine genaue Rationsberechnung unter Berücksichtigung der DCAB-Werte aller eingesetzten Futtermittel, damit die notwendige Einsatzmenge an saurem Salz exakt ermittelt werden kann. Häufig jedoch wird die genaue Zusammensetzung der sauren Salze bzw. der Sauren-Salz-Mischungen nicht deklariert. Hier ist die Nachfrage der DCAB auf jeden Fall erforderlich, da Unter- und Überdosierungen (große Mengen wirken toxisch) unbedingt vermieden werden müssen. Weiterhin sollte die Ansäuerung der Tiere mit Hilfe der Netto-Säuren-Basen-Ausscheidung und dem pH-Wert des Harns der Tiere überprüft werden, obwohl letzterer in diesem Versuch nicht ausreichend sicher die Wirkung des Kalziumchlorides anzeigte. Zahlreichen Autoren zur Folge erwies sich aber der Harn-pH-Wert als ein geeigneter Parameter, die Wirkung saurer Salze zu überprüfen.

 

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