Themen zur Tierernährung
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Dr. Katrin Mahlkow-Nerge

Gesunderhaltung der Hochleistungskuh
durch gezielte Fütterungsmaßnahmen

Dr. Katrin Mahlkow-Nerge,
Fütterungsreferentin der
Landwirtschaftskammer Schlewig-Holstein


1. Stoffwechselgesundheit/-erkrankungen und Futteraufnahme

Häufig wird die Frage gestellt, wo die genetischen, aber auch physiologischen Leistungsgrenzen der Milchkühe liegen. Der Blick auf die Weltrekordkuh des Jahres 1998 Muranda Oscar Lucinda aus den USA, die in der 3.Laktation innerhalb von 365 Laktationstagen eine Milchleistung von 30.833 kg Milch mit einem Milchfett- und Milcheiweißgehalt von jeweils 3,3 % erbrachte, verdeutlicht, dass Laktationsleistungen weit über 10.000 kg Milch nicht nur möglich, sondern auch realistisch sind. Steigende Milchleistungen bedeuten für die Tiere sehr intensive Stoffumsätze und damit verbunden auch ein potentiell größeres Risiko, an Gesundheits- und Fruchtbarkeitsstörungen zu erkranken (MIETTINEN und SETÄLÄ 1993). So ergaben neuere Untersuchungen von LOTTHAMMER (2000) über Beziehungen zwischen Milchleistung und Fruchtbarkeit/Gesundheit in der Milchkuhherde der Landwirtschaftskammer Weser-Ems, Infeld, dass bis zu einer Milchleistung von 11.000 kg je Kuh und Jahr die Erkrankungen - insbesondere Stoffwechselerkrankungen - und Behandlungen (Stoffwechsel-, Sterilitäts-, Mastitis- und Klauenbehandlungen) zunehmen (Folie 1).

Stoffwechselstörungen und Behandlungen in Abhängigkeit von der Milchleistung

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