Themen zur Tierernährung
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Übersicht 3: Qualitätsmängel am Einzel-/Mischfuttermittel

Originär nachteilige Inhalsstoffe

  • Gartenbohnen Ò Durchfall, Futterverweigerung (KAMPHUES et al. 1994)
  • Raps (Glucosinolate) Ò u.a. Futterverweigerung

Kontaminationen

  • Datura-Samen (z.B. im Sojaextraktionsschrot)
  • Nitrit im Flüssigfutter (ZENTEK et al. 2001)
  • Beizmittel im Getreide (WENDT et al. 2000)
  • Fremdkörper u.ä. (ZENTEK et al. 2001)

Verderb

  • Befall mit Vorratsschädlingen (KAMPHUES u. REICHMUTH 2000)
  • überhöhter Besatz mit Hefen/Pilzen/Bakterien (insbesondere Proben aus Flüssigfutteranlagen; COENEN 1998c)
  • von Pilzen/Bakterien gebildete Toxine (z.B. DON)

Falsche Berarbeitung

  • zu feine Vermahlung Ò Magenulzera (WOLF et al. 2001)
  • Trocknungsschäden bei Getreide-/Manioktrocknung
  • Selbsterhitzung bei Feuchteinlagerung von Getreide wie z.B. CCM

Ein gewisses "kriminalistisches Gespür" ist erforderlich, wenn es um Art und Eintrag möglicher Kontaminanten in das Futter geht. Die auf dem einzelnen Betrieb vorliegenden spezifischen Bedingungen müssen evtl. sehr aufwendig und hartnäckig vor Ort überprüft werden, wenn es um die ätiologische Klärung geht (z.B. Reste von gebeiztem Saatgut als Bestandteil des betriebseigenen Mischfutters; WENDT et al. 2000). Bei diesen eher ungewöhnlichen, seltenen Fällen sollten "alltägliche Probleme" wie ein massiver Besatz mit Vorratsschädlingen des Futters (und der Lager- bzw. der Futtertransporteinrichtungen) nicht vergessen werden. In jedem Sommer kommt es auf nicht wenigen Betrieben diesbezüglich zu erheblichen Problemen, die so weit gehen können, dass die Futtermilben nicht nur im Futter, sondern auch auf Stalleinrichtungen nachweisbar sind bzw. ganze Förderanlagen aufgrund einer extremen Gespinstbildung (Mottenbesatz) in den Rohrleitungen bzw. Förderstrecken (s. KAMPHUES u. REICHMUTH 2000) für das trockene Mischfutter zum Stillstand kommen.

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