|

12 / 14
Übersicht 10: Objekte der Befundung/Prüfung vor Ort im möglicherweise
fütterungsbedingten Schadensfall (KAMPHUES 1996a)
|
Fütterungsassoziierte
Technik und Wasserversorgung
|
| Futtermittellager |
- Lagerungsbedingungen
(Zeit, Feuchte, Zugang für Schadnager, Kontaminationsmöglichkeiten)?
- Entnahme
aus dem Lager (aus freier Schüttung!)?
- Möglichkeiten
und Maßnahmen der Entwesung?
- "Tote
Zonen", Zustand der Siloaußenwand?
- Füllung
der "Staubsäcke"?
|
|
Mühle und Mischanlage |
- Lochdurchmesser
in den Sieben?
- Abnutzung
von Sieben und Schlegeln?
- Art der
Dosierung (nach Volumen/Gewicht) geprüft?
- Homogenität
der Mischung (Korngrößenverteilung?)
- Mischbottiche:
Restfüllung, Aussehen (Flora)?
- Gasbildung?
Schwimmdeckenbildung?
|
|
Futtertransporteinrichtungen (Schnecke, Spirale) |
- Art und
Distanzen (Entmischungen!)?
- Zustand
(Verklebungen, Mottengespinste)?
- Möglichkeiten
und Maßnahmen zur Säuberung?
|
Futterzuteilung
(im/am Trog)
|
- Soll-/Ist-Wert-Vergleich
- Unterschiede
in Aussehen und Konsistenz des zugeteilten Futters an verschiedenen
Buchten?
- Tier/Fressplatz-Relationen?
|
|
Wasserversorgung |
- Zustand
des Vorratsbehälters?
- Anbringung
der Tränke?
- Verfügbarkeit
von Wasser?
- Flussraten
an den einzelnen Tränken?
- Qualität
des Wassers (Fe-Gehalt)?
|
Verschiedene der
hier aufgeführten Empfehlungen zur Klärung potentiell fütterungsbedingter
Schadensfälle basieren auf Erfahrungen, wenn aus dem Schadensfall
eine forensische Angelegenheit wurde, d.h. wenn es vor Gericht um die
Regressfrage ging. Dass hierbei noch zusätzliche Aspekte Berücksichtigung
verdienen, versteht sich von selbst (z.B. Probenahme durch amtlichen
Probenehmer, frühestmögliche Information des Futterlieferanten,
eigene Verpflichtung zu Schadensminimierung etc.), sie alle hier mit
aufzuführen, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, so
dass auf diesbezügliche Publikationen verwiesen sein soll (z.B.
KAMPHUES 1995b).
|