Themen zur Tierernährung
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Übersicht 10: Objekte der Befundung/Prüfung vor Ort im möglicherweise fütterungsbedingten Schadensfall (KAMPHUES 1996a)

Fütterungsassoziierte Technik und Wasserversorgung
Futtermittellager
  • Lagerungsbedingungen (Zeit, Feuchte, Zugang für Schadnager, Kontaminationsmöglichkeiten)?
  • Entnahme aus dem Lager (aus freier Schüttung!)?
  • Möglichkeiten und Maßnahmen der Entwesung?
  • "Tote Zonen", Zustand der Siloaußenwand?
  • Füllung der "Staubsäcke"?
Mühle und Mischanlage
  • Lochdurchmesser in den Sieben?
  • Abnutzung von Sieben und Schlegeln?
  • Art der Dosierung (nach Volumen/Gewicht) geprüft?
  • Homogenität der Mischung (Korngrößenverteilung?)
  • Mischbottiche: Restfüllung, Aussehen (Flora)?
  • Gasbildung? Schwimmdeckenbildung?
Futtertransporteinrichtungen (Schnecke, Spirale)
  • Art und Distanzen (Entmischungen!)?
  • Zustand (Verklebungen, Mottengespinste)?
  • Möglichkeiten und Maßnahmen zur Säuberung?
Futterzuteilung
(im/am Trog)
  • Soll-/Ist-Wert-Vergleich
  • Unterschiede in Aussehen und Konsistenz des zugeteilten Futters an verschiedenen Buchten?
  • Tier/Fressplatz-Relationen?
Wasserversorgung
  • Zustand des Vorratsbehälters?
  • Anbringung der Tränke?
  • Verfügbarkeit von Wasser?
  • Flussraten an den einzelnen Tränken?
  • Qualität des Wassers (Fe-Gehalt)?

Verschiedene der hier aufgeführten Empfehlungen zur Klärung potentiell fütterungsbedingter Schadensfälle basieren auf Erfahrungen, wenn aus dem Schadensfall eine forensische Angelegenheit wurde, d.h. wenn es vor Gericht um die Regressfrage ging. Dass hierbei noch zusätzliche Aspekte Berücksichtigung verdienen, versteht sich von selbst (z.B. Probenahme durch amtlichen Probenehmer, frühestmögliche Information des Futterlieferanten, eigene Verpflichtung zu Schadensminimierung etc.), sie alle hier mit aufzuführen, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, so dass auf diesbezügliche Publikationen verwiesen sein soll (z.B. KAMPHUES 1995b).

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