Themen zur Tierernährung
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3 Einflussfaktoren auf die Wettbewerbsfähigkeit von Erzeugungsregionen

3.1 Theoretische und methodische Grundlagen

Wie wettbewerbsfähig eine Region bei der Erzeugung eines bestimmten Produktes ist, hängt davon ab,

  • welche Ansprüche das Produkt an die Verfügbarkeit und Qualität von Standortfaktoren stellt,
  • wie gut die Region (im Vergleich zu anderen Regionen) mit diesen Standortfaktoren ausgestattet ist und
  • für welche konkurrierenden Produkte sich die Konstellation der Standortfaktoren in der Region ebenfalls eignet und wie bei diesen Produkten die relative Vorzüglichkeit der Region im Vergleich zu anderen Regionen ist.

Angesichts der Mehrdimensionalität des Problems (viele Produkte - viele Standortfaktoren - viele Regionen) stoßen Versuche, die Wettbewerbsfähigkeit beschreibend zu analysieren und zu prognostizieren, schnell an Grenzen. Deshalb gibt es einen Bedarf an quantitativen Analysen, in denen die Produktionskosten eines Produkts an vielen Standorten unter dem Einfluss der jeweiligen Standortbedingungen exakt analysiert werden können (vgl. Kapitel 4). Die Dimension "andere Produkte" kann dabei durch die Faktorpreise für Boden, Arbeit, Kapital und ggf. Quoten elegant erfasst werden: Je rentabler andere Produktionsrichtungen an einem Standort sind, desto höher sind die Preise für die genannten Produktionsfaktoren und desto höher liegen die Produktionskosten des analysierten Produkts.

Da mit dem Aufbau einer global verfügbaren Infrastruktur für quantitative Analysen von Produktionssystemen und Produktionskosten erst 1995 begonnen wurde und infolge der schrittweisen Expansion bis heute nur ein geringer Teil der Produkte und Produktionsregionen einbezogen werden konnte, ist die Verfügbarkeit international vergleichbarer Produktionskostenanalysen noch sehr gering (vgl. Kapitel 4). Außerdem ist zu beachten, dass international harmonisierte Produktionskostenvergleiche verschiedene Aspekte, die für die Wettbewerbsfähigkeit von Bedeutung sind, grundsätzlich nur eingeschränkt berücksichtigen können. Dies betrifft z. B. die Analyse von Grenzkosten (anstelle von Durchschnittskosten), die Frage der Repräsentativität der einbezogenen Betriebe und insbesondere die unzureichende Einbeziehung der Wettbewerbsfähigkeit des verarbeitenden Sektors.

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