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Der Druck kommt letztlich bei den Landwirten an, denn die Abneh-mer ihrer Produkte haben immer bessere Möglichkeiten, gegebenenfalls auf kostengünstigere Anbieter auszuweichen. Hierbei kommt ihnen die Globalisierung der Wirtschaftsbeziehungen zugute. Technische Fortschritte bei der Konservierung, beim Transport, aber z. B. auch bei der Organisation von Zertifizierungssystemen zur Rückverfolgbarkeit der Produkte, treiben diesen Prozess weiter voran. Strukturwandel, Betriebsgrößenwachstum, Innovation, vertikale Integration und Entlastung von hausgemachten politischen Problemen (z. B. Milchquotenregelung) sind die wichtigsten Hebel zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Agrarwirtschaft. Die europäische Agrarpolitik steht hier vor einer schwierigen Aufgabe. Einerseits soll sie die Landwirtschaft auf den kommenden globalen Wettbewerb einstellen, andererseits soll sie den Wunschvorstellungen einer Bevölkerung gerecht werden, die kaum Kontakt zur modernen Landwirtschaft hat, die ihre Leitbilder aus einer teilweise romantisch verklärten Erinnerung an längst vergangene Tage ableitet und die durch die Lebensmittelskandale in der jüngeren Vergangenheit immer wieder verunsichert wurde. Diese scheinbar konträren Ziele lassen sich zumindest teilweise unter einen Hut bringen, wenn die Agrarpolitik die Kraft zu weiteren deutlichen Kurskorrekturen findet. Im Mittelpunkt sollte hierbei zum einen die Verbesserung der Lebensmittelsicherheit stehen (Lebensmittelkontrollen; Zertifizierungssysteme), zum anderen die inhaltliche Weiterentwicklung und finanzielle Verstärkung der strukturpolitischen Maßnahmen (Investitionsförderung; Prämierung gesellschaftlich erwünschter Produktionssysteme). Die Einbeziehung von gesellschaftlichen Anliegen hinsichtlich Tierschutz, Landschaftsbild, Freizeitwert etc. in diesem Politikbereich ist noch deutlich ausbaufähig (vgl. ausführlich: ISERMEYER, 2001).
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