Themen zur Tierernährung
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Prof. Dr. Isermeyer
Die Wettbewerbsfähigkeit der Tierproduktion im internationalen Vergleich



Prof. Dr. Folkhard Isermeyer

Institut für Betriebswirtschaft, Agrarstruktur und ländliche Räume Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) Braunschweig


1 Einleitung

Innerhalb der Europäischen Union wurden in der Vergangenheit immer bessere Voraussetzungen für einen intensiven und unmittelbaren Wettbewerb zwischen den Agrarsektoren der Mitgliedsstaaten geschaffen. Mit der Einführung des Euro im kommenden Jahr wird dieser Prozess weiter vorangetrieben.

Der Wettbewerb mit Drittländern wurde in der Vergangenheit ebenfalls intensiviert. In der Zukunft wird dieser Wettbewerb für die deutsche Agrarwirtschaft weiter an Bedeutung gewinnen. Der Vollzug der Agenda 2000, der verbesserte Marktzugang für zahlreiche Entwicklungsländer, die Folgen der bevorstehenden Osterweiterung der EU, die Ergebnisse der kommenden WTO-Runde und das zu erwartende Freihandelsabkommen mit Südamerika werfen ihre Schatten voraus. Der zunehmende internationale Wettbewerb betrifft vor allem die Tierhalter, da insbesondere die sogenannte bodenunabhängige Tierhaltung mittel- und langfristig sehr mobil ist.

Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel dieses Beitrages, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Tierproduktion in einem weltweiten Maßstab zu beleuchten. Zu diesem Zweck werden zunächst einige quantitative Analysen zur vergangenen und künftigen Entwicklung von Nachfrage und Angebot in den wichtigsten Regionen der Welt vorgestellt. Anschließend wird näher auf die Frage eingegangen, welche Standortfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit der Tierhaltung ausschlaggebend sind und wie diese Standortfaktoren an den wichtigsten Produktionsstandorten der Welt beschaffen sind. Nach diesen eher qualitativen Aussagen, die im wesentlichen auf Experteneinschätzungen beruhen, wird ein Ansatz zur quantitativen Analyse und Prognose der Produktionskosten sowie ihrer Bestimmungsgründe im internationalen Vergleich vorgestellt. Der Beitrag endet mit einigen Schlussfolgerungen für die Agrarpolitik in Deutschland und der EU.

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