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Bei einem
eingeschränkten Tier-Fressplatz-Verhältnis sollte der
Fressplatz von allen im Liegebereich befindlichen Sauen eingesehen
werden können. Bei der Gruppenhaltung von Sauen wird sowohl
mit stabilen als auch mit dynamischen Gruppen gearbeitet. Letztere
sind dadurch gekennzeichnet, dass Untergruppen von Sauen mit nachgewiesener
Trächtigkeit in bestehende Großgruppen eingegliedert
und etwa eine Woche vor der Abferkelung aus dieser Gruppe wieder
ausgestallt werden. Derartige Verfahren sind zumeist mit elektronischer
Einzeltiererkennung und entsprechender Fütterung (computergesteuerte
tierindividuelle Fütterung - s. Tab. 4) verknüpft. In
der Gruppenhaltung sollten konstante Großgruppen angestrebt
werden, da bei dieser Haltung hinsichtlich der Rangkämpfe
eine vergleichsweise günstige Situation vorhanden ist (Hesse
et al. 2000). Sauen, die gegenüber anderen Sauen nachhaltige
Unverträglichkeiten zeigen, dürfen nicht in der Gruppe
gehalten werden. Das Tier-Fressplatz-Verhältnis soll höchstens
4 : 1 mit Ausnahme von Abrufstationen und technischen Einrichtungen
mit vergleichbarer Funktion betragen. Für jeweils höchstens
12 Sauen ist eine Tränke erforderlich. Außerdem sind
tragende Sauen und Jungsauen erforderlichenfalls gegen Parasiten
zu behandeln und vor dem Einstallen in die Abferkelbucht zu reinigen.
Eine wichtige
Rolle bei der Gruppenhaltung tragender Sauen spielt die Wahl des
Fütterungssystems. Für die verschiedenen Haltungsverfahren
stehen unterschiedliche Fütterungsmöglichkeiten zur
Verfügung. Es ist zwischen rationierter, computergesteuerter
tierindividueller und ad libitum-Fütterung zu unterscheiden
(Tab. 4).
Bei der rationierten
Fütterung ist keine individuelle Futtervorlage möglich.
Die Sauen müssen möglichst gleichmäßig nach
Lebendmasse zu (Klein-)Gruppen zusammengestellt werden. Die bekannten
Verfahren der Selbstfangfressstände, Dribbel- und Quertrogfütterung
erfordern vergleichsweise hohe Investitionskosten für den
Fressplatz (bis ca. 560 DM je Sau bei Fressständen).
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