Themen zur Tierernährung
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Die Daten aus der eigenen Analyse werden durch Ergebnisse aus den Erzeugerringen im Wirtschaftsjahr 1999/2000 gestützt. Von 2155 ausgewerteten Betrieben hatten danach 58 % die Einzelhaltung (in Kastenständen) und weitere 8 % die Einzelhaltung mit Selbstfangbuchten. 23 % der Ferkelerzeugerbetriebe nutzte die Gruppenhaltung mit Abruffütterung (10 %), mit Handfütterung (10 %), mit Dribbelfütterung (2 %) bzw. mit ad lib-Fütterung (1 %).

Mindestens zwei Drittel der Betriebe mit bisheriger Kastenstandhaltung müssen also umbauen! Inwieweit die Betriebsleiter dies in der vorgegebenen Zeitspanne wirtschaftlich und technisch verkraften, muss kritisch hinterfragt werden. Wenn ein Anteil von 60 Prozent der Sauenplätze im Wartestall unterstellt wird, dann ist für die Umrüstung von Kastenstand- zu Gruppenhaltung in einem 100er Sauenbetrieb allein für die Investition in neue Fütterungstechnik (inklusive Buchtenwände) ein Betrag von mindestens 18.000 DM zu veranschlagen. Bei Selbstfangfressständen können die Investitionskosten über 33.000 DM ansteigen. Dabei sind weitere Kosten (z.B. Material für den Stallumbau, Lohnkosten bzw. Bewertung der eigenen Arbeitskraft) noch nicht berücksichtigt. Bei Vollkostenrechnung für den Stallneubau (1.600 DM je Sauenplatz im Wartestall angenommen) erhöht sich die Summe auf 96.000 DM für diesen 100er Sauenbetrieb.

Dennoch wird die zukünftige Verfahrensentwicklung durch die Gruppenhaltung der tragenden Sauen bestimmt sein. In größeren Sauengruppen legen sich die Tiere nach Etablierung der Rangordnung, was nach ca. 24 bis 48 Stunden erfolgt ist, an den Buchtenwänden entlang eng aneinander, so dass in der Mitte relativ viel freie Fläche entsteht. Dies bietet den Sauen zum einen die Möglichkeit, soziale Mindestdistanzen - wenn erforderlich - einzuhalten und zum anderen wird eine deutliche Trennung in Liege-, Fress- und Eliminationsbereich geschaffen. In Kleingruppen (z.B. Gruppen mit 8 Tieren) kommen die Tiere sich häufig sehr nahe (Unterschreitung von Mindestdistanzen), so dass Rangordnungsauseinandersetzungen vorprogrammiert sind.


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