Themen zur Tierernährung
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In 39 Prozent der Betriebe wurde Einstreu für die tragenden Sauen verwendet, die zugleich als Beschäftigungsmaterial und Futtermittel dient. In diesen Betrieben wurden geringfügig schlechtere Wurfleistungen (21,26 geborene Ferkel aus 2,08 Würfen je Sau und Jahr) als in Vergleichsbetrieben ohne Einstreu erzielt (21,94 Ferkel aus 2,11 Würfen pro Sau und anno). Es fällt auf, dass in den Betrieben mit Einsatz von Strohmehl, Heu und Einstreu im Mittel etwa 0,6 bis 0,7 geborene Ferkel weniger pro Sau und Jahr als in den Vergleichsbetrieben ohne den Einsatz dieser Rohfaserträger erzeugt werden. Außerdem sind es kleinere Betriebe mit 44 bis 49 Sauen, die Heu füttern bzw. Einstreu anbieten. Allerdings decken sich diese Daten mit den Ergebnissen aus eigenen Untersuchungen in drei Betrieben an bislang 388 Sauen zum Vergleich von rationierter und ad libitum-Fütterung während der Trächtigkeit. Die Sattfütterung wurde in zwei Betrieben durch den Einsatz von 25 % Strohmehl in der Ration und in dem dritten Betrieb durch eine 15 %ige Trockenschnitzelzulage realisiert. Die satt gefütterten Sauen hatten im Vergleich zu den restriktiv versorgten Tieren:

- um etwa 60 Gramm höhere Zunahmen
- einen nahezu doppelt so hohen Variationskoeffizienten für die täglichen Zunahmen, d.h. die Sauen wuchsen wesentlich stärker auseinander
- 0,5 tot geborene Ferkel mehr je Wurf
- doppelt so viele mumifizierte Ferkel pro Wurf und
- eine um über ein Kilogramm je Tier und Tag höhere Futteraufnahme (Tab. 6).

Aus diesen Zahlen kann kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Verfütterung dieser Rohfaserkomponenten sowie Tiergesundheit und -leistung abgeleitet werden. Allerdings liegen mittlerweile viele Indizien dafür vor, dass Stroh und Heu - vor allem bei unsachgemäßer Lagerung - hohe Befallsraten mit Schimmelpilzen und anderen Keimen aufweisen. Die von den Pilzen produzierten Toxine (z.B. Zearalenon, DON) werden immer häufiger als Ursache von gesundheitlichen Störungen diskutiert, auch wenn im Einzelfall der Nachweis nicht sicher zu erbringen ist.


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