Themen zur Tierernährung
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Wegen der erwarteten Nachteile und Probleme der Sattfütterung (Hoy 2000a) wurde als neues Verfahren bei der Gruppenhaltung tragender Sauen die rationierte Fütterung am Rohrautomat mit Einzelfressplätzen entwickelt (Hoy und Niklaus 2000b). Dabei werden die Sauen ein- oder zweimal am Tag rationiert mit einem betriebsüblichen Futter für tragende Sauen (z.B. 12,6 MJ ME/kg) bei Wahrung eines Tier-Fressplatz-Verhältnisses von 1 : 1 gefüttert. Die bisherigen Ergebnisse und Erfahrungen zeigen keine gravierenden Unterschiede im Futteraufnahmeverhalten zwischen den Sauen einer Gruppe und eine annähernde Chancengleichheit. Bei richtiger Gestaltung der Fressplätze (Länge der seitlichen Begrenzungswand zwischen den Futterplätzen ca. 80 cm von Trogmitte) treten kaum Verdrängungen fressender Sauen auf. Die Sauen rütteln kleine Futtermengen aus dem Automaten und werden damit biologisch am Fressplatz fixiert. Die Vorteile der rationierten Fütterung an Rohrautomaten lassen sich wie folgt zusammenfassen (Hoy 2000b):

+ variable Nutzung in verschiedenen Gebäudehüllen und Buchtengeometrien; auch in Altgebäuden
+ Verwendung betriebseigenen Futters möglich
+ für kleine und große Sauengruppen nutzbar
+ kein Anlernen notwendig
+ durch Tier-Fressplatz-Verhältnis von 1 : 1 zeitlich synchrones Fressen der Sauen möglich
+ während der Fütterung gute Möglichkeiten der Tierbeobachtung und ggf. veterinärmedizinischer Behandlungen sowie Trächtigkeitskontrollen
+ Befüllen der Automaten automatisch oder per Hand möglich
+ vergleichsweise niedrige Kosten für den Fressplatz (jedoch höhere als bei ad lib-Fütterung) (ca. 200 bis 250 DM je Sauenplatz)
+ wenig Rangkämpfe am Trog
+ einfache Installation der Futterautomaten, ggf. Selbsteinbau
+ gruppenweises Ein- und Ausstallen der Sauen möglich
+ Bildung von Leistungs- bzw. Konditionsgruppen.

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