Themen zur Tierernährung
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Abruffutterstationen sind hinsichtlich Mechanik und Elektronik sowie Raum- und Funktionsprogramm technisch ausgereift (de Baey-Ernsten 2000). Die Ausstattung der Abrufstationen mit Doppel- oder Dreifacherkennung und geschlossenen Seitenwänden hat eine wesentliche Verringerung der Aggressionen - besonders zum Zeitpunkt des Futterstarts - gebracht. Die Abruffütterung lässt sich durch folgende positive Aspekte kennzeichnen:

+ individuelle Fütterung von 60 (DLG-geprüfte Systeme) bis 70 Sauen je Station möglich
+ Selektionsmöglichkeit (-bucht) vorhanden
+ Optimierung des Managementsystems durch Kopplung mit Sauenplaner, Entlastung von Arbeitsspitzen
+ Bedienung bzw. Dateneingabe über Handterminal möglich
+ flexible Einordnung, geringer Flächenbedarf, Ruhe im Stall.

Nachteilig erweist sich, dass

- kein synchrones Fressen möglich ist und die Sauen "anstehen" müssen,
- ein zeitaufwendiges Anlernen der Sauen erforderlich ist,
- Verletzungen (Vulva, Kopf) durch Rangkämpfe auftreten können,
- eine sehr gute Tierkontrolle notwendig ist und hohe Anforderungen an den Betriebsleiter zu stellen sind und
- keine stabilen, sondern dynamische Gruppen genutzt werden.

Die Breinuckel-Fütterung stellt ein neues Fütterungssystem dar, bei dem die Tiere durch eine Antenne identifiziert werden und bei Futteranspruch eine definierte Menge Futter über eine Förderschnecke unter Wasserzusatz ("Futterbrei") direkt in das Maul dosiert bekommen (Schwarz und Ratschow 2000).

Zu den Vorteilen der Breinuckelfütterung gehören die folgenden Sachverhalte:

+ individuelle Fütterung nach Futterkurve und Kondition
+ sehr geringer Flächenbedarf (ca. 1,8 bis 2,0 m2 je Sau)
+ bei Funktionieren des Systems sind Sauen sehr ruhig.


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