Themen zur Tierernährung
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3.3 Futterausdosierungstechnik für Ferkel und Mastschweine
Bei Trockenfutterautomaten wird das Futter in einen Vorratsbehälter gefüllt. Anschließend gelangt es durch einen einstellbaren Schlitz in eine Trogschale. Die Tränken sind zumeist möglichst weit vom Futterplatz entfernt montiert. Bei den Brei- bzw. Rohr-Brei-Automaten wird das Futter ebenfalls in Vorratsbehälter eingefüllt. Jedoch befindet sich im Bereich der Trogschale ein Tränkenippel. Weiterhin gibt es für die Tiere unterschiedliche Möglichkeiten, das Futter aus den Behältern in die Trogschale zu bekommen. Bei den Brei-Automaten gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten. Am meisten verbreitet sind solche Automaten, bei denen die Schweine über Druckplatten oder Hebel das Futter in einstellbaren Portionen in die Schale fördern, um es dort mit Wasser vermischen zu können. Möglich ist jedoch auch, das Futter zunächst durch einen einstellbaren Schlitz auf eine Terrasse gelangen zu lassen, von wo aus die Tiere das Futter in die Trogschale schieben können.

Mastschweine können auch sehr gut mit Flüssigfutter versorgt werden. Bisher wurde dieses üblicherweise in rationierter Form angeboten, wobei jedem Tier am langen Trog ein Fressplatz zur Verfügung stand. Seit es bei den meisten heutigen Mastrassen offensichtlich sinnvoller ist, nahe an der ad libitum Grenze zu füttern, ist eine fresszeitgesteuerte Fütterung mittels Sensor (HÜGLE, 1989) empfehlenswert. Dieser Sensor (oder besser zwei je Trog) fühlen den Flüssigkeitsstand im Trog. Wird das eingestellte Maß unterschritten, wird der Trog solange wieder aufgefüllt bis die vorgegebene Tagesration aufgefressen ist. Auf Ausstellungen zu sehen war auch schon eine vom Brei-Automaten (z.B. Fa. Verbakel oder Fa. Tewe) abgewandelte Futterstelle.

Grundsätzlich sind alle genannten Fütterungstechniken für kleinere und größere Gruppen geeignet. Jedoch sind je nach technischer Ausführung einige Besonderheiten zu beachten. Bei den Brei- bzw. Rohr-Brei-Automaten ist die mögliche Tierzahl insbesondere von der Zahl der Tränken abhängig. Üblicherweise sollte für jeweils 12 Tiere eine Tränke vorhanden sein (wie es auch die Schweinehaltungsverordnung vorschreibt). Ein Brei-Automat kann daher für bis zu 12 Tiere genutzt werden (Anonymus, 1994). Eine Erhöhung der Tierzahl ist dann möglich, wenn eine zusätzliche Tränke in der Bucht installiert wird. Rohr-Brei-Automaten sollten besser durch eine größere Tierzahl genutzt werden. Empfohlen werden höchstens 40 Tiere je Automat (HOY, 1998). Dies läßt sich z.B. durch zwei Buchten mit je 20 Tieren und der Montage in der Buchtentrennwand erreichen. Wird ein Automat in jede Trennwand oder in der Bucht montiert, können insbesondere rangniedere Tiere besser Futter aufnehmen, was nicht nur im Sinne der Tiergerechtheit besser ist, sondern auch höhere Lebendmassezunahmen ermöglicht.

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