Thmen der Tierernährung
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3.2.5 Computergesteuerte tierindividuelle Fütterung
Eine Reihe von Arbeiten haben gezeigt, dass die tierindividuelle Fütterung von Sauen Vorteile haben kann. Dies gilt insbesondere für die Zuchtkondition der Sauen und damit verbunden auch für gleichmäßige und große Würfe. Aus technischen Gründen handelt es sich zumeist um eine Trocken- bzw. Breifütterung.

3.2.5.1 Abruffütterung
Für eine Gruppe von Sauen wird nur eine einzige Fressstelle benötigt. Dazu wird ein stark modifizierter Kastenstand, kombiniert mit einem elektronischen Erkennungssystem, benötigt. An Abrufstationen, welche mit einer Eingangserkennung ausgestattet sind, können bis zu fünfzig Sauen gehalten werden. Ohne Eingangserkennung wird die Station durch unnötig durchlaufende Sauen blockiert, was die mögliche Tierzahl deutlich reduziert. Das Futter wird in der Regel trocken ausdosiert. Die Verwendung von Flüssigfutter ist sehr selten.

Beim Einbau einer solchen Anlage sind folgende Punkte zu beachten. Ein- und Ausgang sollten möglichst weit von einander entfernt liegen. Möglichst alle im Liegebereich befindlichen Sauen sollen den Eingangsbereich sehen können. Die Abrufstation wird aus arbeitswirtschaftlichen Gründen am besten im Spaltenbodenbereich aufgebaut. Vorzüglich sind konstante Gruppen, da hier weniger Rangkämpfe entstehen und das Arbeitsmanagement einfacher ist. Im Lauf- und Mistbereich wird im Regelfall ebenfalls Spaltenboden eingesetzt, Kombinationen mit Tiefstreu im Liegebereich sind sehr gut möglich. Für einen Sauenplatz werden bei einer Herdengröße von 250 Tieren ca. 4.000 DM benötigt (GARTUNG et al; 1999).

3.2.5.2 Brei-Nuckel
Ziel dieser Entwicklung der Firma Mannebeck war, neben der Möglichkeit einer tierindividuellen Fütterung, die möglichst hygienische und verlustarme Darbietung des Futters, ähnlich der Milchaufnahme des Ferkels an der Zitze der Mutter.

Bei dem Brei-Nuckel gelangt das Futter von einem Vorratsbehälter über eine trichterförmige Mündung in ein darunter sitzendes Förderrohr. Dieser "Nuckel" ragt, ähnlich wie ein Tränkenippel, leicht nach unten geneigt in die Bucht herein. Eine im Nuckel befindliche Schnecke transportiert das Futter zur Nuckelöffnung, wo es vom Schwein aufgenommen wird. Bevor das Trockenfutter die Nuckelöffnung erreicht hat, wird eine durch den Tierhalter regulierbare Wassermenge in das Futter eingespritzt und vermischt, dadurch ist die Konsistenz des Futters stufenlos von fließfähig bis pastös einstellbar. Vorzugsweise wird Schrot oder Granulat verwendet, es läßt sich aber auch pelletiertes Futter verabreichen.

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