Themen der Tierernährung
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3.2.3 Quertrogfütterung
Soll Flüssigfutter eingesetzt werden, sind Kleingruppen von bis zu 10 Tieren und der Einsatz eines langen Quertroges besonders vorzüglich. Verdrängungen einzelner Sauen können hier ein Problem darstellen. Möglicherweise ist auch hier der Einsatz einer Sensor-Fütterung in Verbindung mit einem Kurztrog möglich.

Die Fütterung erfolgt ein- bis zweimal am Tag. Auch hier kann nur gruppenweise gefüttert werden. Bei der Zusammenstellung der Gruppen ist besonders auf eine einheitliche Zuchtkondition zu achten. Als Fläche werden weniger als zwei Quadratmeter pro Sau benötigt. Die geschlossene Fläche kann sowohl im Fressbereich, als auch auf der gegenüberliegenden Seite oder in der Mitte angeordnet sein. Aufgrund der insgesamt kleinen Bucht wird diese Fläche jedoch nur selten ausreichend sauber gehalten. Im Lauf- und Mistbereich wird im Regelfall Spaltenboden eingesetzt.

3.2.4 Ad libitum
Fütterung In der Europäischen Union bestehen Bestrebungen, für tragende Sauen Gruppenhaltungssysteme vorzuschreiben. Gleichzeitig sollen die Sauen - zur besseren Beschäftigung - mit einem stark rohfaserhaltigen Futter versorgt werden. Diese Vorgaben haben die Entwicklung der ad libitum Fütterung von Sauen forciert. In Deutschland gab es bereits seit mehreren Jahren Untersuchungen zu diesem Thema (KÜCHENHOFF, 1997).

Besonders wichtig bei diesem Verfahren ist die Quellfähigkeit des Futters, denn hierdurch soll den Sauen im Magen ein besseres Sättigungsgefühl vermittelt werden (HOFMEIER, 1998). Dazu wird das Futter in der Regel trocken ausdosiert. Für eine solche Fütterung ist in Deutschland ein Tier-Fressplatzverhältnis von vier zu eins vorgeschrieben, damit die Tiere tagsüber fressen und nachts ruhen können. Einen Brei-Automaten gibt es nur von der Firma Verbakel. Hier können Pausen zwischen zwei Ausdosierungen eingestellt werden. Verbakel empfiehlt ein Tier-Fressplatzverhältnis von sieben zu eins. Dies reduziert zwar die Investitionskosten, ist aber aus Sicht des Tieres abzulehnen. Als Fläche sind etwa zwei Quadratmeter pro Sau ausreichend. Zur weiteren Investitionseinsparung werden solche Systeme zumeist mit einer Tiefstreu kombiniert.

Für einen Sauenplatz werden bei einer Herdengröße von 250 Tieren ca. 3.900 DM benötigt. Die Investitionseinsparung gegenüber einer Abruffütterung liegt somit bei etwa 100 DM pro Platz (GARTUNG et al; 1999). Die Sauen fressen jedoch über ein Kilogramm mehr Futter pro Tag, was eine Futterkostenerhöhung von ca. 50-100 DM je Jahr bedeutet. Einige Untersuchungen zeigen, dass bedingt durch geringere Futteraufnahme während der Laktation und sehr unterschiedlichen Konditionen der Sauen, im Vergleich zu anderen Gruppenhaltungen, geringere Leistungen ab dem 3.-4. Wurf zu erwarten sind. Demgegenüber werden geringere Anforderungen an das Management gestellt..

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