Themen zur Tierernährung
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Bei der rationierten Flüssigfütterung ergab sich die Gruppengröße zumeist durch die mögliche maximale Troglänge in der Bucht bei einem Tier-Fressplatzverhältnis von eins zu eins. Die Sensorfütterung erlaubt aufgrund der nun möglichen ad libitum-Fütterung andere Tier-Fressplatzverhältnisse (z.B. fünf zu eins). So kann ein in die Buchtenwand integrierter Kurztrog von etwa 1m Länge zu beiden Seiten je 15 Tiere versorgen. PUSCH (1998) zeigte auf, dass bei Verwendung von Kurztrögen mit Sensorfütterung keine Probleme bzgl. einer Verkotung des Troges festgestellt werden konnten.

4.0 Was ist beim Management zu beachten ?
Jede Fütterungsanlage ist mit Folgetechniken, wie z. B. Zuführschnecken, verbunden. Die aus der Anlage folgenden Betriebsabläufe sind als Fehlerquelle der größte Anteil. Um hier Fehler zu vermeiden, ist erhebliche Sachkenntnis nötig. Wesentlich ist es, die Sauberkeit in der Anlage zu sichern und Ungeziefer zu bekämpfen. Das gleiche gilt für Gärungen in Futterleitungen. Hierdurch entstehen häufig Fehlwiegungen. Die Silos müssen über Rüttler oder vernünftige Einblassysteme organisiert werden, so dass sie sich problemlos und ohne Störung entleeren lassen (ELLERSIECK, 1999).

Tierindividuelle Ausdosiertechniken für Sauen ermöglichen eine optimale Futterversorgung auch rangniederer Tiere. Dies ermöglicht es, relativ viele Tiere mittels eines Fressplatzes zu versorgen. Allerdings sollte auch hier eine Futteraufnahme in Anlehnung an den Tagesrhythmus der Tiere möglich sein. Der Start der Futterausdosierung sollte daher außerhalb der Nachtstunden erfolgen.

FISCHER und LINDNER (1998) untersuchten drei Mastschweinegruppen, die unterschiedlich intensiv gefüttert wurden. So sollte eine ökologische Mast (nach den Richtlinien der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau) simuliert werden. Dieses langsame Wachstum wirkt sich aber nicht positiv auf die physikalischen Messwerte des Fleisches aus. Auch bei den sensorisch erfassten Merkmalen wie Saftigkeit, Zartheit, Aroma/Geschmack und Grillverlust ergaben sich nach HENNING (1998) keine signifikanten Differenzen zwischen den Gruppen. Schlachtkörper- und Fleischqualität werden durch die genetische Herkunft und das Geschlecht der Tiere sowie die Transport- und Schlachtbedingungen als Stressfaktoren bestimmt.

Rohr-Brei-Automaten bestechen in der Regel durch ihre Übersichtlichkeit und die einfache Dosierkontrolle. Beim "Urvater" aller Rohr-Brei-Automaten, dem Tube-O-mat von Egbjerg ist darauf zu achten, dass Feuchtigkeit nicht durch den Ausdosierschlitz in das Futter gelangt. Denn dies führt dann zum Aufquellen des Futters, so dass es nicht mehr durch den Schlitz gelangen kann. Hier ist u.a. die Tierzahl wichtig. Je mehr Tiere am Automat fressen, desto weniger Zeit bleibt, damit Feuchtigkeit aufsteigen kann. Bei den übrigen Automaten, an denen die Tiere unterschiedliche Techniken bedienen müssen, um das Futter zu bekommen, ist ebenfalls eine höhere Tierzahl von Vorteil, damit Schweine vor lauter Spieltrieb nicht unnötig Futter raus holen. Werden solche Automaten in die Buchtentrennwand integriert, ist auf eine gleichmäßige Belegung der beiden Buchten zu achten, damit sich das Futter nicht auf einer Seite ansammelt (HESSE, 1997).

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