Themen zur Tierernährung
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Aus Tabelle 4 geht hervor, dass 1999 der Prozentsatz an Vancomycin-resistenten Entero-kokken sowohl bei Menschen als auch bei Schweinen und Broilern im Vergleich zu 1997 stark gesunken ist. Vancomycin ist verwandt mit Avoparcin, das seit 1997 verboten ist.

Auch der Prozentsatz resistenter Enterokokken gegen Dalfopristin/Quinupristin nahm 1999 stark ab. Dalfopristin/Quinupristin ist verwandt mit Virginiamycin, das 1997 und 1998 in den Niederlanden schwer lieferbar war. Der Prozentsatz Erythromycin-resistenter Entero-kokken lagen 1999 bei Menschen, Schweinen und Broilern auf gleichem Niveau wie 1997. Erythromycin ist verwandt mit Tylosin, das bis Mitte 1999 voll zum Einsatz kam.

Die Untersuchungen von van den Bogaard et al. (2000) liefern eindeutige Anzeichen dafür, dass kausale Zusammenhänge bestehen zwischen bakteriellen Resistenzen bei Mensch und Tier.

2.2 Folgen eines möglichen Verbotes

In dem Bericht des Gesundheitsrates (1998) steht, dass ohne den Einsatz von AMLF die technischen Ergebnisse sich verschlechtern werden. Er erwartet eine Verschlechterung des Wachstums von 3 bis 8% und der Futterverwertung von 3 bis 7%.

Birzer und Gropp (1991) erwarten noch gravierendere Auswirkungen durch die Herausnahme von AMLF. Sie gehen bei Absatzferkeln von einer Reduzierung des Wachstums bzw. der Futterverwertung von 16% bzw. 9% aus. Bei Mastschweinen über 50 kg würden Wachstum und Futterverwertung sich um 3,5% bzw. 3% reduzieren.

Aus beiden Berichten geht hervor, dass die größten Probleme im Bereich der Absatzferkel zu erwarten sind. D.h. Untersuchungen nach Alternativen für AMLF sind notwendig.

2.3 Alternativen für AMLF

Mögliche Alternativen sind Säuren (wie Ameisensäure, Milchsäure oder Fumarsäure), Probiotika, Kräuterextrakte (wie Knoblauch oder Oregano), Hefen und Enzyme. In den letzten Jahren sind mehrere Alternativprodukte auf ihre Wirkung untersucht worden.

Freitag et al. (1999) haben eine Reihe dieser Versuche zusammengefasst (Tab.5). Die Varianz der Ergebnisse war sehr groß. Avilamycin, als einer der noch zugelassenen AMLF, verbesserte bei 6 Versuchen das Wachstum mit durchschnittlich 12,2%, aber innerhalb dieser 6 Versuche zeigte sich eine Streuung von 6,8% bis 22,7%. Eine derartige Streuung in Bezug auf die technischen Ergebnisse wird aber auch bei anderen Produkten, die untersucht wurden, gefunden.

Tab.5 Durchschnittlich relevante Leistungssteigerung (%) der wichtigsten leistungssteigernden Substanzen in der Ferkelaufzucht

Anzahl

Wachstum

Futteraufnahme

Futteraufwand

Avilamycin

6

+ 12,2

+ 4,8

- 8,4

Milchsäurebakterien

9

+ 5,2

- 0,2

- 3,3

Bacillus-Arten

11

+ 3,6

+ 2,8

- 1,2

Ameisensäure

9

+ 14,7

+ 6,9

- 5,8

Sorbinsäure

5

+ 20,3

+ 9,3

- 10,4

Fumarsäure

14

+ 5,9

+ 2,7

- 2,4





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