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Neue
Entwicklungen im Bereich der Sauen- und Ferkelfütterung
ir. Carola
M.C. van der Peet-Schwering und Dr. ir. Leo A. den Hartog Forschungsinstitut
für Tierhaltung und Tierernährung, Lelystad, Niederlande -
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In diesem Artikel werden neue Entwicklungen im Bereich der Sauen-
und Ferkelfütterung in den Niederlanden erörtert. Es betrifft die
Verpflichtung zur Verabreichung von Rauhfutter an tragende Sauen,
ein eventuelles Verbot für den Einsatz von antimikrobiellen Leistungsförderern
und die individuelle Futteraufnahme in Gruppen gehaltener Ferkel. |
1 Verabreichung
von Rauhfutter an tragende Sauen
1.1 Verordnungsvorlage
1994 wurde entschieden,
dass an Sauen ohne Ferkel Rauhfutter verabreicht werden muss. Zweck
dieser Verordnung ist es, den Sauen in ihren spezifischen Bedürfnissen
entgegen zu kommen, um das oral stereotype Verhalten der Tiere zu verringern
und das Wohlbefinden zu verbessern.
Diese Verordnung sieht einige unterschiedliche Verfahrensweisen vor:
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tägliche
Verfütterung von 100 g Heu oder Stroh |
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tägliche
Verfütterung von 250 g Trockenmasse aus Anwelk- oder Maissilage,
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einsilier-ten
Pressschnitzeln oder Biertrebersilage |
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tägliche
Verfütterung von 250 g Rauhfutter in Form von Gras-, Stroh- oder
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Maiscobs |
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Verabreichung
eines Alleinfutters mit 14% Rohfaser |
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Verabreichung
eines Alleinfutters mit 34% OOS (OOS = restliche organische |
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Substanz
= organische Substanz - Rohprotein - Rohfett - Stärke - Zucker) |
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ad
lib. Fütterung von Sauen |
Die überwiegende
Mehrheit der Sauenhalter wählt die 4. oder 5. Option; d.h. sie verabreichen
ein Alleinfutter mit 14% Rohfaser bzw. 34% OOS.
1.2
Futteraufnahmeverhalten
Vor einigen Jahren untersuchte Lawrence (1995) die Auswirkung der
Haltung und des Fütterungsniveaus auf das oral stereotype Verhalten
(u.a. das Beißen auf Ketten) bei tragenden Sauen (Abb.1) Die Sauen wurden
individuell (E = Einzeltierhaltung) oder in Vierergruppen (G = Gruppenhaltung)
gehalten und erhielten täglich 2,2 bzw. 4,0 kg Futter (N = niedrige
Futtermenge; H = hohe Futtermenge).
Die
Untersuchungen ergaben, dass eine Anhebung des Fütterungsniveaus das
oral stereotype Verhalten stark reduzierte. Die Gruppenhaltung der Tiere
änderte dieses Verhalten kaum. Ein höheres Fütterungsniveau hat anscheinend
eine positive Auswirkung auf das Verhalten der Sauen. Nachteilig ist
eine zu starke Verfettung und ein Anstieg der Futterkosten.
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