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Beim Einsatz von
Fetten, die zur energetischen Aufwertung der Futter dienen, muss ebenfalls
die besondere metabolische Situation des Ferkels beim Absetzen berücksichtigt
werden. Das Ferkel ist oftmals durch eine reduzierte Lipase-Produktion
nicht in der Lage, hohe Fettmengen zu verdauen, die ebenfalls im hinteren
Darmabschnitt als Nährstoffgrundlage von Darmmikroben dienen. Beim
Absetzen ist darüber hinaus die Menge der gebildeten Gallensäuren
auf die Verdauung des kurzkettigen Milchfettes eingestellt, so dass
eine natürliche Limitierung der Absorption zugesetzter üblicher
Futterfette besteht. Weiterhin kann die Bildung von Gallensalzen durch
Entzündungen des Lebergewebes reduziert sein. Speziell in Verbindung
mit Infektionen mit dem porcinen Circo-Virus ist dies der Fall. Der
Transport von Eisen im Blut wird ebenfalls negativ beeinflusst, da die
dafür nötigen Transferrine in der Leber gebildet werden (Tabelle
2). Ein weiterer Faktor, der die Höhe der Futteraufnahme bzw. das Wachstum beeinflusst, ist die Wasseraufnahme. So bevorzugen die Ferkel in den ersten Tagen nach dem Absetzen „flüssiges“ Futter. In der ersten Woche ist daher ein Wasser zu Futterverhältnis von ca. 4:1 anzustreben, welches sich bis zur dritten Woche auf ca. 2,8:1 verengt (Brooks 1999).
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