Themen zur Tierernährung
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Beim Einsatz von Fetten, die zur energetischen Aufwertung der Futter dienen, muss ebenfalls die besondere metabolische Situation des Ferkels beim Absetzen berücksichtigt werden. Das Ferkel ist oftmals durch eine reduzierte Lipase-Produktion nicht in der Lage, hohe Fettmengen zu verdauen, die ebenfalls im hinteren Darmabschnitt als Nährstoffgrundlage von Darmmikroben dienen. Beim Absetzen ist darüber hinaus die Menge der gebildeten Gallensäuren auf die Verdauung des kurzkettigen Milchfettes eingestellt, so dass eine natürliche Limitierung der Absorption zugesetzter üblicher Futterfette besteht. Weiterhin kann die Bildung von Gallensalzen durch Entzündungen des Lebergewebes reduziert sein. Speziell in Verbindung mit Infektionen mit dem porcinen Circo-Virus ist dies der Fall. Der Transport von Eisen im Blut wird ebenfalls negativ beeinflusst, da die dafür nötigen Transferrine in der Leber gebildet werden (Tabelle 2).

Tab. 2: Die bei PMWS am häufigsten beobachteten mikroskopischen Läsionen
Die bei PMWS am häufigsten beobachteten mikroskopischen Läsionen
Quelle: Domingo und Segalés 2002

Ein weiterer Faktor, der die Höhe der Futteraufnahme bzw. das Wachstum beeinflusst, ist die Wasseraufnahme. So bevorzugen die Ferkel in den ersten Tagen nach dem Absetzen „flüssiges“ Futter. In der ersten Woche ist daher ein Wasser zu Futterverhältnis von ca. 4:1 anzustreben, welches sich bis zur dritten Woche auf ca. 2,8:1 verengt (Brooks 1999).

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