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Hinsichtlich der
strukturellen Beschaffenheit sollte die Beifütterung mehlförmig
durchgeführt werden. Die verstärkte Speichelbildung führt
indirekt zu einer Rückmeldung an den Darm und die Bauchspeicheldrüse,
was sich in einer höheren Enzymbildung äußert. Dabei
gilt der Grundsatz, bis zu 10 Tagen nach dem Absetzen auf eine erneute
Futterumstellung zu verzichten, zumal die Aktivität der nährstoffspezifischen
Enzyme zum Zeitpunkt des Absetzens reduziert ist (Abb. 7).
Neben der Steuerung der Enzymfreisetzung über die Beifütterung
müssen grundsätzlich auch die Gehalte der einzelnen Nährstoffgruppen
im Futter für abgesetzte Ferkel berücksichtigt werden. So
ist zunächst, auch wenn es aus diätetischer Sicht anders zu
bewerten ist, die Rohfaser als Hemmnis einer hohen Futterverwertung
zu sehen. Durch einen sogn. ”Caging-Effekt“ werden wertvolle
Nährstoffe von unverdaulichen Rohfaserbestandteilen umhüllt
und für die körpereigenen Enzyme unzugänglich. Erst im
hinteren Darmabschnitt können Darmmikroben diese Nährstoffe
verwerten, was für das Ferkel zu einer ungünstigen Vermehrung
von z.B. Coli- oder Dysentherie-Erregern führen kann.
Abb. 7: Entwicklung der Enzymaktivität pro g Bauchspeicheldrüsenmasse
in % der Ausgangsaktivität

Quelle: Anlehnung an Lindemann 1986
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