Themen zur Tierernährung
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Themen zur Tierernährung
Fachtagung 2000/2001

Also ist dies ein weiterer Punkt, neben der Baukostensenkung die Großgruppe zu akzeptieren und als zukünftiges System zu empfehlen.

Als Baukörper hat sich für konventionelle Ställe die Lösung des Binderdaches oder gleichwertig dazu die Stahlhallenlösung am besten bewährt. Beide Systeme erlauben preiswerte freitragende Ställe bis zu einer Breite von 18 m. Die Stahlhalle hat gegenüber der Binderkonstruktion den Vorteil, dass sie sehr viel eigenleistungsfreundlicher ist und gleichzeitig auch als Gebäude vielseitiger genutzt werden kann. Dies kommt daher, dass über die geneigte Decke bei einer eventuellen Umnutzung eine größere Raumhöhe entsteht. Stahlhallen werden als fertig eingedeckte Lösung zu einem Quadratmeterpreis von 120 DM angeboten. Durch größere Abteilgrößen (empfohlen werden Abteilgrößen von 200 Tieren) ist man bei einer Breite von 18 m besser in der Lage, die Versorgungsgänge für die Ställe außen anzulegen, wo sie sehr viel preiswerter erstellt werden können. Über die quer zur Längsachse angeordneten Abteile sind dann Achsmaße für die Abteile von 9 bis 10 m ein gutes Maß. Sie passen dadurch in Rasterbaumaße.

Dacheindeckungen aus Faserzement- oder Blechplatten haben sich als geeignet herausgestellt. Sie sind kostengünstiger und über die Länge der Platten als Blechelemente gegenüber den Faserzementelementen montagefreundlicher. Als Wandelemente haben sich Fertigelemente gegenüber konventionell gemauerten Wänden bewährt. Fertige Wände sind sehr häufig firmengebunden. Dadurch sind sie im Fertigbau am häufigsten vertreten. Konventionell gemauerte Wände sind am preiswertesten als Porotonziegel oder als zweischalige Lösung mit Kalksandsteinen und Blechverkleidungen zu erstellen.

Güllesystem
In Güllesystemen haben sich zwei Systeme gut bewährt. Zum einen das flache und zum anderen das tiefe System mit 1,50 m tiefem Keller, wo dann die gesamte Lagerung unterhalb der Ställe vorgenommen wird. Das flache System hat den Vorteil, dass es sehr eigenleistungsfreundlich ist und über das Entfernen der Gülle nach einem Durchgang hygienische Vorteile hat. Hier sind Rohrablaufsysteme gegenüber den Querkanallösungen sehr viel preiswerter. Sie funktionieren immer in Verbindung mit schmaleren Kanälen und einer dahinter liegenden Spülleitung. Tiefen von 50 bis 70 cm haben sich bewährt. Der tiefe Güllekeller sollte 1,50 m tief sein, damit man die Forderungen nach einer 8 bis 9-monatigen Lagerung einhalten kann. Sie werden über Güllemixer im Slalomverfahren aufgerührt. Vorteil dieser Lösung ist, dass sie technisch sehr einfach ist und auch baulich ohne einen vorhandenen Güllebehälter preiswerter ist.


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